
Die Ceconomy AG sorgt für einen reibungslosen Übergang an der Konzern-Spitze von MediaMarkt-Saturn: Remko Rijnders wird neuer CEO.
Im Mai 2025 hatte Finanz-Chef Kai-Ulrich Deissner den Vorstands-Vorsitz des MediaMarkt-Saturn-Mutterkonzerns Ceconomy übernommen, nachdem Karsten Wildberger als Digitalminister an den Kabinettstisch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gewechselt war. Vor einer Woche teilte Ceconomy nun mit, Deissner habe sich „aus persönlichen Gründen“ dafür entschieden, sein Amt bis Jahresende zu übergeben – er wolle „ein neues Kapitel“ in seinem Leben aufschlagen und Prioritäten neu ordnen.
Jetzt geht alles ganz schnell: In der Sitzung vom 12. März hat der Aufsichtsrat den Nachfolger ernannt. Remko Rijnders, bislang Chief Financial Officer der Ceconomy AG, wird zum 1. Juli 2026 als Vorstands-Vorsitzender starten. Rijnders arbeitet seit 17 Jahren in verschiedenen Management-Rollen für den Handelsriesen und ist aus dieser Zeit auch mit den Auslandsmärkten bestens vertraut. Europaweit betreibt das Unternehmen fast 1.100 Elektronikmärkte.
Der Vorstand wird außerdem um einen Chief Customer Officer ergänzt: Niclas Brandt – bislang Chef der Landesgesellschaften in Österreich und in der Schweiz – übernimmt die Aufgabe bereits zum 1. April. Aufsichtsrats-Chef Christoph Vilanek verspricht sich von Brandt, die veränderten Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden noch stärker in den Blick zu rücken – etwa mit Blick auf die Verknüpfung der stationären Filialen mit den E-Commerce-Angeboten. Bei einem Gesamtumsatz von 23,1 Mrd. € entfallen bereits 5,7 Mrd. € auf die Online-Shops.
Seit Ende 2025 hält der chinesische Handels-Konzern JD.com mehr als 85 Prozent der Anteile – zuvor hatte das Kartellamt die Übernahme gebilligt. Das Management von JD.com hat Bestandsgarantien für Belegschaft und Standorte abgegeben.
Unterdessen strafft Ceconomy das Filialnetz mit bemerkenswertem Tempo: Alleine seit Jahresbeginn wurden bundesweit 13 Saturn-Filialen entweder geschlossen oder zu MediaMarkt-Läden umgebaut. Dadurch ist die Zahl der Saturn-Märkte auf unter 40 gesunken – Anfang 2025 waren es noch mehr als 90. Das Unternehmen spricht von Einzelfallentscheidungen; Beobachter rechnen allerdings mit, dass das Saturn-Logo bis zum Jahresende aus Deutschlands Einkaufszentren und Fußgängerzonen verschwindet.












