Start Wirtschaft Meta schließt VR-Studios und stoppt VR-Games-Projekte

Meta schließt VR-Studios und stoppt VR-Games-Projekte

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Meta-CEO Mark Zuckerberg bremst die Entwicklung von VR-Brillen und -Games.
Meta-CEO Mark Zuckerberg bremst die Entwicklung von VR-Brillen und -Games.

Die Nachfrage nach VR-Games bleibt verhalten: Meta Plattforms reagiert mit Studio-Schließungen und einer Justierung des Geschäftsmodells.

Seit Oktober 2021 firmiert die einstige Facebook Inc. als Meta Platforms Inc. – mit dem Ziel, den strategischen Fokus auf das Metaversum nach außen sichtbar zu machen. Jetzt – vier Jahre später – steht der Geschäftsbereich vor einer umfassenden Neuausrichtung.

Denn die enormen Investitionen in VR-Brillen der Metaquest-Reihe und VR-Software haben nicht die erhofften Umsätze gezeitigt. Die VR-Abteilung Reality Labs produziert seit Jahren Verluste in Milliardenhöhe.

Die Folge: ein Personalabbau von mehr als 1.000 Entwicklern und die Schließung mehrerer Studio-Standorte. Konkret trifft es die US-Entwickler Twisted Pixel Games (Deadpool VR), Armature Studio (Resident Evil 4 VR) und Sanzaru Games (Asgard’s Wrath). Mehrere Games-Projekte sollen gestoppt worden sein. In den Oculus Studios verbleiben nur wenige Filialen, darunter Beat Games (Beat Saber).

Meta schließt VR-Studios und stoppt VR-Games

Auch im B2B-Segment tritt CEO Mark Zuckerberg auf die Kostenbremse: Das Business-Geschäft mit professionellen VR-Anwendungen wird zurückgefahren. Das Unternehmen stoppt den Vertrieb von Horizon Workrooms zum 20. Februar 2026 – und empfiehlt stattdessen Teams und Zoom.

Ähnliche Entwicklungen gibt es auch bei den Mitbewerbern: Sony Interactive nennt konsequent keine Verkaufs- und Nutzerzahlen – laut Financial Times hat zuletzt auch Apple die Produktionskapazitäten der 3.700-€-Mixed-Reality-Brille Apple Vision Pro zurückgefahren. Ungeachtet des stolzen Preises hat das Produkt weiterhin mit substanziellen Problemen zu kämpfen – Akku-Laufzeit, Tragekomfort, Gewicht.

All diese Signale an den Markt sind fatal, zumal sich Publisher und Studios zwangsläufig an den Entscheidungen und Investitionen der Marktführer orientieren. Gegenüber Bloomberg hat nun Meta angekündigt, künftig auf „smarte Wearables“ zu setzen, etwa ‚intelligente‘ KI-Brillen. (pf)


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