Start Wirtschaft Computerspiele-Förderung: HandyGames investiert in deutsche Triple-I-Games

Computerspiele-Förderung: HandyGames investiert in deutsche Triple-I-Games

Das Management von HandyGames: Christopher Kassulke, Markus Kassulke und Udo Bausewein (von links - Foto: HandyGames GmbH)
Das Management von HandyGames: Christopher Kassulke, Markus Kassulke und Udo Bausewein (von links - Foto: HandyGames GmbH)

Infolge der Games-Förderung des Bundes wird Publisher HandyGames einen hohen einstelligen Millionenbetrag in die Entwicklung deutscher Indie-Games investieren.

Dass der Staat ab 2020 jährlich 50 Millionen Euro in Games made in Germany investiert, ist erst seit vergangenem Donnerstag gegen 22 Uhr sicher – setzt aber schon jetzt erste Investitions-Bekenntnisse frei.

Denn der Giebelstädter Publisher HandyGames wird in den kommenden drei Jahren parallel einen „hohen einstelligen Millionenbetrag“ in deutsche Computer- und Videospiele investieren. Damit unterstützt das Unternehmen die Gründung von Startups, sichert Arbeitsplätze bei bestehenden Studios und trägt zu deren Expansion bei.

Der Schwerpunkt soll im Premium-Bereich liegen, sprich: Spiele zum Festpreis. In Anlehnung an Blockbuster („AAA“ / „Triple-A“) wollen die Unterfranken sogenannte Triple-I-Spiele anschieben, also hochwertige Spiele von unabhängigen, meist kleinen Indie-Studios. Einschränkung: Free2play-Titel wird das Unternehmen nicht produzieren.

HandyGames – ebenso wie THQ Nordic und Koch Media eine Tochter der schwedischen Embracer Group – hat zuletzt in folgende Spiele investiert:

„Voraussetzungen für die Zusammenarbeit sind ein starkes Team und ein atemberaubendes Produkt, das neben unserem Publishing-Team auch Gamer rund um den Globus in den Bann ziehen kann“, erklärt HandyGames-Geschäftsführer Markus Kassulke. Dass die Entwicklung des nächsten großen Indie-Hits siebenstellige Produktionskosten haben kann, sei dem Management bewusst. „Daher das eindeutige Signal: HandyGames ist dazu bereit, den von der Förderung geforderten Eigenanteil zu tragen.“

Dass ein solche Eigenanteil geleistet werden muss, gilt als sicher – der Entwickler muss also bereits Geld in Form von Eigen- und Fremdkapital mitbringen, um von den 50-Millionen-Euro-Töpfen zu profitieren. Wie hoch dieser Anteil mindestens ausfallen muss, hat das federführende Verkehrsministerium noch nicht kommuniziert. Auch die Regularien des sogenannten Kulturtests, der Einreichungen anhand eines Punktesystems bewertet, sind noch offen und derzeit Gegenstand von Verhandlungen mit der EU-Kommission.

Gerade mit der Einführung der neuen Computerspiele-Förderung kommt Publishern und Investoren eine wichtige Rolle zu. Denn die wenigsten Indie-Studios werden in der Lage sein, die erforderlichen Mittel für die Fertigstellung eines Produkts via Crowdfunding aufzubringen – ganz zu schweigen von Marketing-Maßnahmen, Messe-Auftritten oder einem weltweiten Vertrieb. Unternehmen wie HandyGames stellen eine solche Infrastruktur zur Verfügung.

Co-CEO Christopher Kassulke: „Lasst uns auf diesen Erfolg der Branche und den Next-Level des Standort Deutschlands bei der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises 2019 in Köln anstoßen!“

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