Start Wirtschaft Goodgame Studios wird Mitglied im Game-Verband

Goodgame Studios wird Mitglied im Game-Verband

Goodgame Studios ist neues Mitglied im Game-Verband.
Goodgame Studios ist neues Mitglied im Game-Verband.

Im elften Jahr seines Bestehens tritt einer der größten deutschen Spiele-Entwickler dem Branchenverband bei: Goodgame Studios wird Game-Mitglied.

Dass der Industrieverband Game um ein weiteres Mitglied wächst, wäre normalerweise keine gesonderte Meldung wert. In diesem Fall ist das anders: Denn unter den bedeutendsten Arbeitgebern der deutschen Spiele-Industrie – derzeit immerhin Platz 6 – war Goodgame Studios lange Jahre eine Art weißer Fleck auf der Landkarte.

Im Unterschied zum Hamburger Lokalrivalen InnoGames tritt das Studio in der Öffentlichkeit äußerst zurückhaltend auf. Von den beiden Gründern Kai und Christian Wawrzinek sind nur wenige öffentliche Interviews und Auftritte überliefert – und das, obwohl mit 270 Mitarbeitern zuletzt 90 Millionen Euro (2018) erwirtschaftet wurden. Wichtigste Umsatzbringer: die Free2Play-Online- und Mobilegames „Goodgame Empire“ und „Big Farm“.

Ende 2017 übernahm die schwedische Stillfront Group 100 Prozent der Goodgame-Studios-Anteile: Mit einer Bewertung von 270 Millionen Euro gilt der Deal als einer der größten in der deutschen Computerspiel-Historie.

Seit Februar 2020 ist Goodgame Studios nun ordentliches Mitglied im Game-Verband: Das Unternehmen will mit diesem Schritt „die Stimme des Verbandes gegenüber Öffentlichkeit und Politik stärken“ und sich für die positive Weiterentwicklung der Branche einsetzen.

Goodgame-Studios-CEO Oleg Rößger bezeichnet den Beitritt als „Herzensangelegenheit“: „Durch die Kooperation wird die Bedeutung unserer Branche innerhalb der deutschen Wirtschaft auf nationaler und globaler Ebene gefördert und gestärkt“, so Rößger. „Goodgame Studios wird den Verband mit seiner ausgewiesenen Expertise bereichern und ich bin sicher, dass wir gemeinsam die Professionalisierung unserer Industrie wesentlich vorantreiben werden.“

Game-Geschäftsführer Felix Falk freut sich über den prominenten Neuzugang: „Viele gemeinsame Themen wie die Verbesserung von Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich oder beim Fachkräftemangel wollen wir zukünftig zusammen vorantreiben.“

Der Branchenverband Game mit Sitz in Berlin vertritt derzeit rund 300 Spiele-Entwickler, Publisher, Dienstleister und Institutionen. Unter den 30 größten Games-Unternehmen gibt es nur wenige, die bislang nicht auf der Mitglieder-Liste auftauchen, darunter Whow Games (Hamburg) und MegaZebra (München).

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