Start Politik Wahlprogramm der Grünen: E-Sport soll gemeinnützig werden

Wahlprogramm der Grünen: E-Sport soll gemeinnützig werden

Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen: Robert Habeck und Annalena Baerbock (Foto: Dominik Butzmann)
Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen: Robert Habeck und Annalena Baerbock (Foto: Dominik Butzmann)

Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl im September vorgestellt – Games kommen darin nur am Rande vor.

Annalena Baerbock oder Robert Habeck? Welche(r) der beiden Grünen-Bundesvorsitzenden als Spitzen- und damit Kanzlerkandidat(in) bei der kommenden Bundestagswahl am 26. September 2021 antritt, ist zur Stunde noch offen. Allerdings legt die Partei, die bundesweit derzeit bei stabilen 18 bis 20 Prozent liegt, als eine der ersten schon jetzt ein Wahlprogramm vor.

Der 137seitige ‚Entwurf‘ steht unter dem Motto „Deutschland. Alles ist drin.“ und setzt Schwerpunkte bei den klassischen Grünen-Themen, etwa beim Klimaschutz. ‚Entwurf‘ deshalb, weil die Basis noch Änderungsanträge einreichen kann, die dann vor der Abstimmung bei einem Parteitag eingebacken werden sollen.

Mit Blick auf die Digitalisierung fordern die Grünen eine europäische Cloud-Infrastruktur, die Regulierung von „Internet-Riesen“ und eine bessere Unterstützung von Gründern, etwa in Form eines staatlichen Wagniskapitalfonds.

Zum Thema Games enthält das Wahlprogramm keine gesonderten Ausführungen – anders als noch vor vier Jahren bei der Bundestagswahl 2017. Damals wurde unter anderem die „Vereinheitlichung des Jugendmedienschutzes über die verschiedenen Medien hinweg“ gefordert – ein Thema, das mit der jüngst verabschiedeten Gesetzes-Reform offenkundig als abgeräumt gilt.

Auch die „Stärkung der Computerspielekultur“ taucht im aktuellen Entwurf nicht mehr auf. Auf Seite 97 findet sich unter der Überschrift „Gemeinnützigkeit reformieren“ lediglich ein kurzer Satz: „Auch der E-Sport soll gemeinnützig werden.“ Diesen Plan haben die Groko-Parteien von Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag des Frühjahrs 2018 geschmiedet, ohne seitdem eine Umsetzung erreicht zu haben. Vor der Bundestagswahl wird es bei diesem Thema auch keine Fortschritte mehr geben, weshalb die SPD das Thema erneut fast wortgleich in ihr „Zukunftsprogramm“ aufgenommen hat.

Das Wahlprogramm von CDU, CSU und FDP liegt noch nicht vor.

1 Kommentar

  1. Stell dir vor es ist Wahl…….. und jede Partei ist jetzt Gamerfreundlich?
    Was ich von derartigen Wahlversprechen halte, verbietet leider die Etikette.

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