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GameCity Hamburg schafft neue Stellen

Das Team von Gamecity Hamburg: Projektleiter Dennis Schoubye, Annika Heilmann, Anna Jäger und René Leck (Foto: Oliver Reetz)
Das Team von Gamecity Hamburg: Projektleiter Dennis Schoubye, Annika Heilmann, Anna Jäger und René Leck (Foto: Oliver Reetz)

Ab Juli 2019 übernimmt Dennis Schoubye die Leitung der Standortinitiative Gamecity Hamburg, die künftig über mehr finanzielle Spielräume verfügt.

Ein aufgestockter Etat und ein Wechsel der Trägerschaft ermöglichen die Einrichtung von drei Stellen für Gamecity Hamburg. Zusammen mit seinen Mitstreitern Anna Jäger, Veranstaltungs-Experte René Leck und Projektassistentin Annika Heilmann soll Projektleiter Dennis Schoubye das Netzwerk betreuen sowie bestehende Event-Formate ausbauen und neue Angebote schaffen. Dazu gehört zum Beispiel der Gamecity-Treff (demnächst wieder am 17. Juli) oder die Unterstützung der quirligen Hamburger Indie-Games-Szene.

Schoubye kommt vom Hamburger Spiele-Entwickler InnoGames („Forge of Empires“), wo er zuletzt als Senior PR Manager tätig war. Zuvor sammelte er Branchen- und PR-Erfahrung bei namhaften Agenturen wie Faktor 3 und Quinke Networks.

Die Nachricht kommt überraschend, da Hamburg in den vergangenen Jahren nicht zwingend als glühender Unterstützer der regionalen Games-Branche aufgefallen wäre. Unter anderem zählt Hamburg zu den wenigen Bundesländern, die kein eigenes Games-Förderprogramm betreiben. Dessen ungeachtet hat sich die Hansestadt zu einer der wichtigsten Videospiel-Standorte entwickelt – insbesondere im Browsergames- und Mobilegames-Segment. So sind in Hamburg einige der größten Arbeitgeber der Branche zu Hause, darunter Goodgame Studios, Bytro Labs, Xyrality, Bigpoint, Deep Silver Fishlabs, Whow Games, Daedalic Entertainment und natürlich InnoGames. Die Zahl der Games-Beschäftigten in der Metropolregion wird mit 4.000 beziffert – allerdings stammen diese Zahlen aus dem Jahr 2015.

Als „starken Player in der Games-Wirtschaft“ bezeichnet Kultur- und Mediensenator Carsten Brosda (SPD) die Hamburger Spiele-Industrie. Das kreative Umfeld habe zudem Internet-Riesen wie Google, Facebook, Twitter oder Twitch veranlasst, die Deutschland-Niederlassungen in Hamburg anzusiedeln. Aus diesem Grund unterstütze der Senat auch die Standortinitiative GameCity Hamburg.

Aus Sicht von Gamecity-Hamburg-Projektleiter Dennis Schoubye habe es an fehlenden Ressourcen gelegen, dass Hamburg seiner Vorreiterrolle in den letzten Jahren nur bedingt gerecht werden konnte. „Die Schaffung von drei neuen Stellen für Gamecity Hamburg ist ein eindeutiges Signal der Stadt, in den nächsten Jahren im nationalen und internationalen Standortwettbewerb wieder oben mitspielen zu wollen“, so Schoubye. „In enger Abstimmung mit den Akteuren der Wertschöpfungskette Games werden mein Team und ich in den kommenden Monaten neue Projekte und Initiativen für die Hamburger Spielebranche starten.“

Die Standortinitiative wird eng mit der im November 2018 gegründeten Regionalvertretung des Branchenverbands Game kooperieren, die sich für eine Stärkung von Gamecity Hamburg eingesetzt hatte – und unter anderem explizit die Schaffung einer Vollzeitstelle gefordert hatte. Neben Tivola-Geschäftsführer Hendrik Peeters offizieller Ansprechpartner der Regionalvertretung: InnoGames-Gründer Michael Zillmer.

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