Start Politik Koalitionsvertrag und Förderung: Game-Verband diskutiert mit Digital-Politikern

Koalitionsvertrag und Förderung: Game-Verband diskutiert mit Digital-Politikern

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim Parlamentarischen Abend des Game-Verband: Nadine Schön (CDU), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen), Katja Suding (FDP), Michelle Müntefering (SPD) und Game-Geschäftsführer Felix Falk (Foto: OOPS Design / Henrik Andree / Game-Verband)
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim Parlamentarischen Abend des Game-Verband: Nadine Schön (CDU), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen), Katja Suding (FDP), Michelle Müntefering (SPD) und Game-Geschäftsführer Felix Falk (Foto: OOPS Design / Henrik Andree / Game-Verband)

Vier der sechs Bundestagsfraktionen waren am Dienstagabend auf dem Podium im Berliner Microsoft-Atrium vertreten: Der frischfusionierte Branchenverband Game diskutierte mit Abgeordneten über den Koalitionsvertrag, eSport, Förderung und Fachkräftemangel.

Ursprünglich war mit Dorothee Bär die langjährige Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Verkehrsministerium als Rednerin angekündigt. Doch die für einen Ministerposten gehandelte CSU-Politikerin sagte kurzfristig ab und schickte stattdessen eine Video-Botschaft.

Derweil die 170 Gäste im Berliner Microsoft-Atrium Platz nahmen, bereitete sie sich auf den Grillabend in einem Hamburger Fernsehstudio vor: Denn dort wurde Bär nach allen Regeln der Kunst von TV-Talker Markus Lanz gegrillt. Kern des Gesprächs: die am Vormittag vom Bundesverwaltungsgericht durchgewunkenen Diesel-Fahrverbote und das mögliche Zustandekommen einer Groko aus CDU/CSU und SPD.

Zeitgleich wurde der Koalitionsvertrag auch in Berlin diskutiert, allerdings unter anderen Vorzeichen: Unter dem Motto „Gamechanger: Eine neue Games-Politik für Deutschland“ hatte der Branchenverband Game zu einem Parlamentarischen Abend geladen, um die möglichen Auswirkungen des Koalitionsvertrags-Textes auf die Games-Branche zu erörtern.

Game-Verband diskutiert Auswirkungen des Koalitionsvertrags

An der Podiumsdiskussion mit Game-Geschäftsführer Felix Falk nahmen auch einige jener Bundestagsabgeordneten teil, die in den Jamaika- und Groko-Arbeitsgruppen das Thema Digitales mit- und ausverhandelt hatten:

  • Nadine Schön (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende CDU/CSU)
  • Michelle Müntefering (Medien- und Kulturpolitische Sprecherin der SPD)
  • Katja Suding (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende FDP)
  • Konstantin von Notz (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen)

Einigkeit besteht weiterhin darin, dass deutschen Spiele-Entwicklern so bald wie möglich eine staatliche Förderung zuteil wird, wie sie im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Mit welchem Volumen und in welcher Form ein möglicher Games-Fonds ausgestattet sein könnte, ist allerdings noch völlig unklar – laut Verbands-Geschäftsführer Falk will der Game-Verband in den kommenden Tagen einen ausformulierten Vorschlag legen.

Ebenfalls ungeklärt: welchem Ministerium die Games-Branche samt Themen wie dem Deutschen Computerspielpreis künftig zugeschlagen wird. Bislang trägt das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) die Verantwortung.

Mehr als 170 Gäste bei Podiums-Diskussion des Game-Verbands

Noch sind alle Gedankenspiele ohnehin eher theoretischer Natur, da zunächst die mehr als 400.000 SPD-Mitglieder einer möglichen Groko-Neuauflage zustimmen müssen: Erst am Sonntag (4. März) wird feststehen, ob der Koalitionsvertrag das Papier wert ist, auf dem er ausgedruckt wurde. Beobachter erwarten einen knappen Ausgang.

Im weiteren Verlauf diskutierte die Runde weitere Herzensthemen der Branche, darunter den eSport, den Fachkräfte-Bedarf und die digitale Bildung.

Die Aufzeichnung des Parlamentarischen Abends ist auf der Website des Game-Verbands abrufbar.

Unter den Gästen der Veranstaltung:

  • Stephan Bauers, Projektmanager Games.Net
  • Saskia Esken, SPD-Bundestagsabgeordnete
  • Hans Jagnow, Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD)
  • Lars Janssen, CEO von Travian Games und GAME-Vorstandsmitglied
  • Jens Kosche, Geschäftsführer Electronic Arts und GAME-Vorstandmitglied
  • Linda Kruse, Geschäftsführerin The Good Evil und GAME-Vorstandsmitglied
  • Boris Lehfeld, Geschäftsführer der Influencer-Agentur 2nd Wave
  • Karsten Lehmann, Pressesprecher Ubisoft Blue Byte
  • Martin Lorber, Pressesprecher Electronic Arts Deutschland
  • Jan Pommer, Direktor Team and Ferderation Regulations ESL Gaming
  • Tom Putzki, Spokesperson Wargaming Europe
  • Istvan Taijnay, Studioleiter Ubisoft Blue Byte Berlin
  • Michael Zillmer, Gründer und Geschäftsführer von InnoGames
  • … und viele weitere Vertreter der Games-Branche und des politischen Berlins

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here