Start Wirtschaft Ubisoft Berlin: Far Cry (wieder) made in Germany

Ubisoft Berlin: Far Cry (wieder) made in Germany

Ubisoft Berlin zieht in die ehemalige Berliner Bank nahe des Kurfürstendamms.
Ubisoft Berlin zieht in die ehemalige Berliner Bank nahe des Kurfürstendamms.

Anfang 2018 greift Ubisoft Berlin in die Entwicklung von „Far Cry 5“ ein: Unter der Leitung von Studioleiter Istvan Tajnay arbeiten 50 Entwickler an der Shooter-Marke

Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass drei deutsch-türkische Brüder im fränkischen Coburg mit ihrem Startup Crytek eine Grafik-Demo entwickelten, die später im preisgekrönten,  millionenfach verkauften und zumindest seitens der Politik umstrittenen Ego-Shooter „Far Cry“ mündete.

Publisher im Jahr 2004: Ubisoft.

Dann trennten sich die Wege der beiden Unternehmen. Aus Crytek wurde dank „Crysis“ und „Warface“ eines der größten Entwicklerstudios des Landes, Ubisoft behielt die Marke.

Am 27. Februar 2018, knapp 14 Jahre nach der Veröffentlichung von „Far Cry 1“, folgt „Far Cry 5“ für Xbox One, PC und PlayStation 4 – und Teile des Spiels werden made in Germany sein.

Denn das neue Hauptstadt-Studio Ubisoft Berlin wird sich ab Anfang 2018 an der Weiterentwicklung des Spiels beteiligen, das durch Season Passes und den Ausbau des Multiplayer-Modus über viele Jahre gepflegt werden soll – analog zu anderen Blockbustern wie „The Division“, „Grand Theft Auto 5“ oder „Destiny 2“.

Ubisoft Berlin wird Co-Entwickler von „Far Cry 5“

Studio-Manager Istvan Tajnay ist seit 2012 für Ubisoft Blue Byte tätig.
Studio-Manager Istvan Tajnay ist seit 2012 für Ubisoft Blue Byte tätig.

Mittlerweile haben sich weitere Fragen rund um das dritte Ubisoft-Studio in Deutschland geklärt, das organisatorisch der deutschen Tochter Ubisoft Blue Byte („Die Siedler Online“, „Anno 1800“) unterstellt ist.

Fest steht zum Beispiel der genaue Standort: Ubisoft Berlin residiert im ehemaligen Gebäude der Berliner Bank, in unmittelbarer Nähe von Kurfürstendamm, Gedächtniskirche und dem Berliner Zoo.

Wie bereits angekündigt, werden bei Ubisoft Berlin perspektivisch 50 Jobs geschaffen, die allerdings noch nicht komplett besetzt sind.

Was bereits feststand: Die Filialleitung wird intern geregelt. Der neue Studio-Manager heißt Istvan Tajnay und ist seit 2012 für Ubisoft Blue Byte tätig. In den vergangenen fünf Jahren war er unter anderem für den Live-Betrieb der Browserspiele „Die Siedler Online“ und „Anno Online“ zuständig. Seit dem Frühjahr 2016 trug er Verantwortung als Studio Operations Director für jene Co-Produktionen, an denen Teile der deutschen Entwickler-Tochter mitarbeiten, darunter „Rainbow Six Siege“, „For Honor“ und „Skull & Bones“.

Die Ausbaupläne für die deutschen Ubisoft-Standorte in Düsseldorf, Mainz und Berlin sind laut Managing Director Benedikt Grindel nicht zuletzt vom Zustandekommen einer Games-Förderung auf Bundesebene abhängig. Das politische Kernprojekt der deutschen Gamesbranche ist Teil der derzeit stattfindenden Sondierungsgespräche einer künftigen Jamaika-Koalition. Neben Berlin buhlen auch andere Metropolen um die Ansiedlung von internationalen Großkonzernen: Derzeit baut Ubisoft die Entwicklungs-Kapazitäten europaweit deutlich aus, unter anderem in Stockholm und Bordeaux.

Ausführliche Informationen über die künftige Strategie von Ubisoft Blue Byte und die Perspektiven der traditionsreichen Marke finden Sie in diesem Beitrag.

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