Start Politik Computerspielpreis 2018: „Witch It“ vier Mal nominiert

Computerspielpreis 2018: „Witch It“ vier Mal nominiert

Die Nominierungen für den Deutschen Computerspielpreis 2018 stehen fest (Foto: Gisela Schober / Getty Images / Quinke Networks)
Die Nominierungen für den Deutschen Computerspielpreis 2018 stehen fest (Foto: Gisela Schober / Getty Images / Quinke Networks)

Mit gleich vier Nominierungen geht die Multiplayer-Hexenjagd „Witch It“ vom Hamburger Indie-Studio Barrel Roll Games ins Rennen um den Deutschen Computerspielpreis 2018. In den internationalen Kategorien dominieren Ubisoft, Nintendo und Sony.

Die Preisträger der mit 560.000 Euro höchstdotierten Auszeichnung für deutsche Games-Entwickler stehen fest: Fünf Wochen vor der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2018 am 10. April in München verkünden die Ausrichter, welche Einreichungen in 12 der insgesamt 14 Kategorien nominiert sind.

Als Favorit geht der Multiplayer-Spaß „Witch it“ vom Hamburger Studio Barrel Roll Games ins Rennen, das in gleich vier Disziplinen unter den Top 3 gelandet ist. Besonders bemerkenswert ist die Nominierung in der Kategorie „Bestes internationales Multiplayer-Spiel“, für die sich seit Einführung des DCP noch nie ein Spiel made in Germany qualifiziert hat.

Drei Nominierungen entfallen auf das Point & Click-Adventure „The Inner World 2: Der letzte Windmönch“ von Studio Fizbin (Publisher: Headup Games). Sowohl „Witch it“ als auch „The Inner World 2“ dürfen sich Hoffnungen machen auf den Hauptpreis: Für den Sieger in der Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ ist ein Preisgeld von 110.000 Euro vorgesehen. Hier tritt auch Daedalics Weltraum-Epos „The Long Journey Home“ an, das trotz seiner fünf Nominierungen beim Deutschen Entwicklerpreis 2017 leer ausgegangen ist.

Ob diesmal der „Sonderpreis der Jury“ verliehen wird und wer ihn erhält, wollen die Veranstalter erst am Abend während der Preisverleihung bekannt geben. Ebenfalls bis zum Schluss offen bleibt der Gewinner des undotierten Publikumspreises: Der Sieger wird durch eine Online-Abstimmung ermittelt, die am heutigen 6. März startet und am 5. April 2018 endet.

Die Hauptjury des Deutschen Computerspielpreises 2018 (Foto: BMVI)
Die Hauptjury des Deutschen Computerspielpreises 2018 (Foto: BMVI)

Deutscher Computerspielpreis 2018: „Witch it“ führt mit vier Nominierungen

Um Irritationen wie beim DCP 2017 von vornherein auszuschließen, wurden die Regularien für die DCP-Saison 2018/19 komplett überarbeitet. Ziel: die Abläufe des amtlichen Computerspielpreises so wasserdicht wie möglich zu fassen. Dazu gehören auch Maßnahmen, die ein möglichst unabhängiges Urteil der Jury gewährleisten sollen. So war in diesem Jahr erstmals festgelegt, dass Mandatsträger der Ausrichter – sprich: Game-Verband und Verkehrsministerium – nicht mehr in den Gremien vertreten sind.

An der Spitze der Hauptjury gibt es demzufolge einen Wechsel. Die Nachfolge der künftigen Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat Olaf Zimmermann angetreten, im Hauptberuf Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Unter seinem Vorsitz hat eine 35köpfige Hauptjury am 2. März über die Preisträger abgestimmt, basierend auf den Empfehlungen der zehn Fachjury-Gruppen, die wenige Wochen zuvor fast 240  unterschiedliche Spiele und Konzepte sichteten.

Zu den DCP-Juroren gehören erneut Wissenschaftler, Journalisten, Spiele-Entwickler und Prominente wie die TV-Moderatorinnen Nova Meierhenrich und Lina van de Mars, Letsplayer Peter Smits („PietSmiet“), eSport-Moderator Dennis Gehlen, Microsoft-Manager Boris Schneider-Johne, Bestseller-Autor Markus Heitz („Die Zwerge“) sowie die Bundestagsabgeordneten Sören Bartol (SPD) und Thomas Jarzombek (CDU).

Deutscher Computerspielpreis 2018: Die Nominierten in allen Kategorien

Hier sind die Nominierten für den Deutschen Computerspielpreis 2018 – jeweils in alphabetischer Reihenfolge:

Bestes Deutsches Spiel 2018 (Preisgeld: 110.000 Euro)

  • The Inner World 2: Der letzte Windmönch – Studio Fizbin / Headup Games
  • The Long Journey Home – Daedalic Entertainment Studio West / Daedalic Entertainment
  • Witch It – Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Nachwuchs-Preis 2018 (Platz 1: 35.000 Euro / Platz 2: 15.000 Euro / Platz 3: 0 Euro)

Der Nachwuchs-Preis ist 2018 erstmals in zwei Unter-Kategorien mit jeweils zwei Preisträgern unterteilt.

Bestes Konzept:

  • Ernas Unheil – Aileen Auerbach, Jessica Bodamer, Lisa Forsch, Olga Trinova, Talea Sieckmann (alle HTW Berlin)
  • nGlow – Sandra Hanstein, Nina Loof, Svenja Malin Kottutz, Leoni Schulte, Mirko Skroch, Melanie Ramsch, Jasmin Strnad, Bastian Meyer (alle Hochschule Harz)
  • Sunset Devils – Andreas Illenseer (Carl-Hofer Schule)

Bester Prototyp:

  • Fading Skies – Marc Fleps (HAW Hamburg)
  • Kyklos Code – Jonas Delleske, Josefine Maier, Leonie Wolf (Cologne Game Lab / TH Köln)
  • Realms of the Machines – Julian Ludwig, Sebastian Jantschke, Stefan Held, Wanuscha Nourbakhsh, Alina von Petersdorff, Sharon Schwaab, Maximilian Miesczalok, David Ernst, Pascal Marschar (alle Mediadesign Hochschule München)

Bestes Kinderspiel (75.000 Euro)

  • Der Löwe: Ein Lese- und Schreib-Abenteuer – The Good Evil / Julius Beltz
  • Fiete Hide & Seek – Ahoiii Entertainment
  • Monkey Swag – Tiny Crocodile Studios / Kunst-Stoff / United Soft Media Verlag

Bestes Jugendspiel (75.000 Euro)

  • Phoning Home – Ion Lands
  • The Inner World: Der letzte Windmönch – Studio Fizbin / Headup Games
  • Witch it – Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Beste Innovation (40.000 Euro)

  • HUXLEY – Exit Adventures
  • TownsmenVR – HandyGames
  • Witch It – Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Beste Inszenierung (40.000 Euro)

  • EURYDIKE – Evelyn Hribersek
  • HUXLEY – Exit Adventures
  • The Long Journey Home – Daedalic Entertainment Studio West / Daedalic Entertainment

Bestes Serious Game (40.000 Euro)

  • The Inner World: Der letzte Windmönch – Studio Fizbin / Headup Games
  • MeisterPower – Gentle Troll Entertainment
  • Vocabicar – Quantumfrog

Bestes Mobiles Spiel (40.000 Euro)

  • Angry Birds Evolution – Chimera Entertainment / Rovio Entertainment
  • Card Thief – Arnold Rauers
  • QB: A Cube’s Tale – Stephan Göbel

Bestes Gamedesign (40.000 Euro)

  • Dreadnought – Yager Development / Six Foot Europe
  • ELEX – Piranha Bytes / THQ Nordic
  • TownsmenVR – HandyGames

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Assassin’s Creed Origins – Ubisoft
  • Horizon: Zero Dawn – Guerilla Games / Sony Interactive Deutschland
  • Super Mario Odyssey – Nintendo

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

  • Monster Hunter World – Capcom Entertainment
  • Splatoon 2 – Nintendo
  • Witch It – Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Beste Internationale Spielwelt (undotiert)

  • Assassin’s Creed Origins – Ubisoft
  • Horizon: Zero Dawn – Guerilla Games / Sony Interactive Deutschland
  • Super Mario Odyssey – Nintendo

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