Kurz vor dem Jahreswechsel geht der Blick zurück auf ein turbulentes Spielebranchen-Jahr 2018. Erkenntnis: Es war nicht alles schlecht, im Gegenteil.

Fröhlich am Freitag 52/2018: Die wöchentliche Kolumne aus der Chefredaktion

Verehrte GamesWirtschaft-Leser,

„Und was haben Sie zu den Problemen der Welt beizutragen?“

Das Zitat stammt aus einem der schönsten, zauberhaftesten und stimmungsvollsten Weihnachtsfilm-Klassiker, die derzeit im TV laufen. In der Szene betritt Cop John McClane (gespielt von Bruce Willis) den Washingtoner Flughafen-Tower und wird vom Direktor mit ebendiesen Worten begrüßt – noch nicht ahnend, dass dies nur die Ouvertüre für ein riesiges Schlamassel darstellt. Denn wenn ein Flughafenbetrieb so kurz vor den Feiertagen eines nicht gebrauchen kann, dann sind das: Probleme. Wer wüsste das besser als die gestrandeten Passagiere in London-Gatwick.

Der Film ist 1990 entstanden, also vor fast 30 Jahren. Damals gab es weder Whatsapp noch Smartphones, sondern Telefone mit Kabel, Faxgeräte und allenfalls Compuserve. Was insofern ein Segen fürs Gemüt war, weil Tragödien mit Verzögerung publik wurden, meist via Tagesschau um 20 Uhr oder Tageszeitung am nächsten Morgen.

In einer Zeit, in der Weltpolitik via Twitter gemacht wird und jede Fliegerbomben-Entschärfung, jeder Bahn-Streik und jede Promi-Trennung mit Livestream und -ticker dokumentiert wird, bekommen wir das Elend der Welt ungefragt in den Feed gespült. Das ist einerseits praktisch, andererseits verstärkt sich zwangsläufig der Eindruck, Leib, Leben und Altersversorgung seien permanent bedroht.

Im Vergleich zu den wirklichen Problemen der Welt nehmen sich die Dramen der Games-Branche bescheiden aus, das zeigt der Blick ins Jahresarchiv 2018. Hier mal ein Shitstörmchen wegen Day-One-Ärger, dort eine kurzfristige Release-Verschiebung – alles verkraftbar. Dass Existenzen auf dem Spiel standen, kam gottlob selten vor. In Summe war es ein gutes Jahr, mit vielen positiven Entwicklungen.

So ist es gut, so kann es bleiben. Mit Blick auf 2019 wünsche ich Ihnen, Ihrem Team und Ihrer Familie nur das Beste. Genießen Sie gutes Essen, gute Getränke und gute Gespräche mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind. Am 7. Januar 2019 starten wir dann in die neue Saison.

Fröhliche Weihnachten wünscht Ihnen

Petra Fröhlich
Chefredakteurin GamesWirtschaft


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