Start Wirtschaft Deutscher Games-Markt schrumpft leicht im ersten Halbjahr 2026

Deutscher Games-Markt schrumpft leicht im ersten Halbjahr 2026

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Zum 2. April 2026 erhöht Sony Interactive die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) für PlayStation 5, PS5 Digital Edition und die PlayStation 5 Pro um jeweils 100 €.
Zum 2. April 2026 erhöht Sony Interactive die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) für PlayStation 5, PS5 Digital Edition und die PlayStation 5 Pro um jeweils 100 €.

Teure Spielkonsolen bremsen den Videospiele-Markt in Deutschland aus und sorgen für einen Umsatz-Rückgang um 3 Prozent.

399,99 € kostete eine PlayStation 5 Digital Edition bei Markteinführung im November 2020 – seit April liegt die UVP bei 599,99 €. Für eine vergleichbare Xbox Series X ohne Laufwerk werden seit August sogar 750 € fällig – 200 € mehr als noch im Juli.

Es sind Preissteigerungen wie diese, die einen Teil der Erklärung für die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und die Entwicklung der Computerspiele-Industrie in Deutschland liefern.

Denn im ersten Halbjahr 2026 führt der recht deutliche 8-Prozent-Rückgang der Games-Hardware-Umsätze um mehr als 100 Mio. € auf 1,3 Mrd. € dazu, dass der Gesamtmarkt um 3 Prozent auf 4,2 Mrd. € schrumpft. Im Vorjahr verzeichnete das Segment noch ein Plus von 17 Prozent – allerdings mit dem Sondereffekt der gerade frisch veröffentlichten Nintendo Switch 2.

Lindernd wirken in den ersten sechs Monaten die stabilen Games-Umsätze und die minimal höheren Einnahmen für Online-Gaming-Services wie PlayStation Plus und Xbox Game Pass. Branchenverbands-Geschäftsführer Felix Falk spricht von einer „Stagnation“, die ihren Ursprung auch im „RAMageddon“ hat – also in der knappen Verfügbarkeit von Speicher-Chips, die von Tech-Konzernen zu quasi jedem Preis nachgefragt werden, um den KI-Bedarf zu decken (mehr dazu in dieser Kolumne).

Deutscher Games-Markt schrumpft leicht im ersten Halbjahr

Der Verband ist ab kommender Woche gemeinsam mit der Koelnmesse Gastgeber der Gamescom 2026, zu der erneut mehr als 350.000 Besucher in Köln erwartet werden. Unter den 1.600 Ausstellern finden sich auch prominente Konsolen- und Hardware-Hersteller: Microsoft feiert das 25jährige Xbox-Jubiläum – Nintendo zeigt Neuheiten für die Switch 2, deren Listenpreis im September leicht auf knapp 500 € ansteigen wird.

Nicht mit eigenem Stand in der ‚Entertainment Area‘ vertreten ist abermals PlayStation-Anbieter Sony Interactive.

Von der Gamescom erhofft sich die Branche Impulse für das in Kürze startende Weihnachtsgeschäft, das am 19. November mit Grand Theft Auto 6 eskaliert. Das Action-Abenteuer von Rockstar Games hat zur Folge, dass Mitbewerber den Release-Monat weiträumig umfahren. Gleichzeitig zeigt insbesondere die Marketing-Kampagne von Rockstar-Partner Sony Interactive, dass sich der japanischer Hersteller von GTA 6 auch positive Auswirkungen auch auf die Absatzzahlen der PlayStation 5 verspricht.

Anders formuliert: Im Lichte der anhaltend hohen Konsolen-Preise spricht viel dafür, dass nur der Sonderfaktor Grand Theft Auto 6 ein Gesamtergebnis auf Vorjahres-Niveau ermöglichen könnte.

Alle Informationen rund um die Gamescom 2026 (Tickets, Aussteller, Spiele, Öffnungszeiten, Hallenplan, Events etc.) finden Sie bei GamesWirtschaft.

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