
Die Gamescom untermauert den Anspruch als „größtes Games-Event der Welt“ mit immer neuen Rekorden: Die Zahl der Aussteller wächst weiter.
Zum ersten Mal in der Gamescom-Historie wird in der kommenden Woche das komplette Koelnmesse-Gelände benötigt, um alle Messestände unterzubringen: Mehr als 1.600 Aussteller bespielen vom 26. bis 30. August eine Brutto-Fläche von 233.000 Quadratmetern. In den Fachbesucher-Hallen der Business Area werden 47 Länder-Pavillons aufgebaut – mit Neuzugängen wie Zypern, Nigeria und Ungarn. Der Auslandsanteil bleibt bei starken 70 Prozent.
Wachstum gibt es auch in der Indie Area in Halle 10.2: Mehr als 420 Studios präsentieren Hunderte Games – und treten allein damit dem kolportierten Eindruck entgegen, bei der Gamescom gehe es immer weniger um Games.
Diese und weitere Kennzahlen haben die Gamescom-Veranstalter – der Industrieverband Game und die Koelnmesse – am Vormittag präsentiert, also knapp eine Woche vor dem offiziellen Start des „größten Games-Events der Welt“ am 26. August. Tags zuvor läutet die Eröffnungsshow Opening Night Live (ONL) den Messebetrieb ein.
Die 5.000 ONL-Tickets für die zweistündige Live-Show am Dienstag-Abend sind ebenso vergriffen wie die Halbtages-Karten für den Fachbesucher- und Medientag am Mittwoch und die Tageskarten für den Samstag; für Donnerstag, Freitag und Sonntag gibt es weiterhin Karten im Vorverkauf.

Gamescom 2026: Wackelt der Besucher-Rekord von 2019?
Traditionell Zurückhaltung üben die Gamescom-Macher mit Blick auf die erwarteten Besucherzahlen. Doch Koelnmesse-Chef Gerald Böse lässt keinen Zweifel, dass die Vorjahres-Marke von 357.000 Teilnehmern der „Benchmark“ sei. Das Allzeit-Hoch von 373.000 stammt aus dem Jahr 2019 – damals gab es im Nachgang aber branchenübergreifend Einigkeit, dass die Besucher-pro-Quadratmeter-Quote ein zumutbares Maß überschritten hat.
Keine Frage: Die Zahlen sprechen für eine erfolgreiche Gamescom 2026 – zudem hat sich mit Frank-Walter Steinmeier erstmals ein Staatsoberhaupt angekündigt, zusammen mit 500 weiteren Politikern. Entsprechend euphorisch ist die Laune bei den Ausrichtern. Verbands-Geschäftsführer Felix Falk spricht vom „Games-Highlight des Jahres“ und prophezeit eine „unvergessliche Woche“.
Auch für die Koelnmesse ist die Gamescom ein relevanter Faktor – mit Blick auf Köln und NRW, aber eben auch für den Games-Standort Deutschland und Europa. Für Messe-Macher Böse ist die starke Nachfrage ein Beleg, „welche Bedeutung die Gamescom für Unternehmen, Institutionen und die weltweite Community hat“.

Gamescom 2026: Baustellen sorgen für Anspannung
Für Spiele-Unternehmer, Gamedesigner, Gründer und Investoren startet die Gamescom-Woche bereits am Sonntag (23. August) mit ersten Networking-Formaten – gefolgt vom Start der umbenannten Entwickler-Konferenz Gamescom Dev am Montag (24. August). 380 Redner bestreiten 230 Programmpunkte auf 18 Bühnen im Koelnmesse-Schatzkästlein Confex.
An selber Stelle steigt am Gamescom-Donnerstag (27. August) der Gamescom Congress, den Bundespräsident Steinmeier eröffnet. Motto diesmal: „Spielfeld Demokratie“.
Zu einer echten „Herausforderung“ an allen Messetagen wird das für Köln nicht unübliche Baustellen- und Verkehrs-Chaos: Denn parallel zur Gamescom-Woche entfallen wichtige Zubringer-Linien – unter anderem deshalb, weil die Deutzer Brücke saniert wird. Hinzu kommen Ausfälle, Sperrungen und Umleitungen auf Bahnverbindungen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sowohl Aussteller als auch Fach- und Privatbesucher sollten also dringend die Hinweise für die An- und Abreise im Blick behalten – egal, ob sie das Auto nutzen müssen/wollen oder auf Bus und Bahn setzen.
Laut Böse steht das Koelnmesse-Team in engem Austausch mit den Behörden, um den Ansturm zu steuern und absehbare Engpässe zu entschärfen. Wohl wissend, dass es ohne Staus und Verzögerungen auch in diesem Jahr nicht gehen wird: „Was wäre eine Gamescom ohne Wartezeiten?“
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