Start Wirtschaft Sony-Zahlen: PS5-Download-Anteil steigt auf 85 Prozent

Sony-Zahlen: PS5-Download-Anteil steigt auf 85 Prozent

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Die PlayStation-Sparte von Sony Interactive vermarktet Konsolen, Zubehör, Services und Games (Foto: GamesWirtschaft)
Die PlayStation-Sparte von Sony Interactive vermarktet Konsolen, Zubehör, Services und Games (Foto: GamesWirtschaft)

XXL-Abschreibungen auf Bungie, Download-Anteil von 85 % – und eine PlayStation 5 im Herbst ihres ‚Lifecycles‘: Was die neuen Sony-Zahlen verraten.

Mehr Umsatz (+ 4 %), mehr Profit (+ 13 %), unverändert hoher Cash-Flow: Inmitten globaler Krisen hat der japanische Tech-Konzern Sony bemerkenswerte Geschäftszahlen vorgelegt. Die Game & Network Services-Sparte liegt im 12-Monats-Vergleich auf dem Umsatz-Niveau des Vorjahres.

In den Daten bildet sich allerdings auch der Umstand ab, dass die PlayStation 5 das sechste Vertriebs-Jahr erreicht hat – der Zenit ist messbar überschritten. Zwischen Januar und März hat Sony 1,5 Millionen PS5-Konsolen abgesetzt – im Jahr zuvor waren es noch fast doppelt so viele Einheiten, im Weihnachtsgeschäft sogar 7,9 Millionen Geräte.

Aufs Gesamtjahr gerechnet hat der Konzern weitere 16 Millionen Konsolen der Baureihe PlayStation 5 verkauft – 2,5 Millionen weniger als 2025. Seit PS5-Markteinführung im November 2020 wurden 93,7 Millionen Stück verkauft: Bis zum Jahresende dürfte also die 100-Millionen-Einheiten-Marke fallen.

Die Margen leiden unter anhaltend hohen Speicher-Chip-Preisen, was die PlayStation 5 immer teurer macht: Die PS5-Listenpreise wurden Anfang April angehoben – die Digital Edition kostet jetzt 50 Prozent mehr als zum Launch (599,99 € statt 399,99 €). Das künftige Volumen will Sony daran anpassen, wie viele Einheiten sich zu „vernünftigen Preisen“ produzieren lassen.

Sony-Zahlen: Bungie-Abschreibungen belasten Ergebnis

Für den Zeitraum April 2026 bis März 2027 geht Sony von weiter rückläufigen Konsolen-Verkaufszahlen aus – ungeachtet der Blockbuster-Neuheit Grand Theft Auto 6, die im November erscheinen soll und für Impulse im Hardware-Geschäft sorgen dürfte. Aus dem eigenen Studio-Bestand hat Sony zuletzt das Housemarque-Action-Abenteuer Saros veröffentlicht. Am 15. September 2026 folgt Marvel’s Wolverine von den Spider-Man-Machern Insomniac Games.

Keine offiziellen Zahlen gibt es zum Online-Shooter Marathon, dessen Entwicklungs-Budget laut Forbes jenseits von 200 Mio. $ gelegen haben sollen. Das Spiel ist seit Anfang März auf dem Markt und soll an Erfolge wie Helldivers 2 anschließen – und gleichzeitig die Concord-Schmerzen lindern.

Der Name des Milliarden-Zukaufs Bungie taucht trotzdem in den Büchern auf, denn das Sony-Ergebnis wird durch enorme Abschreibungen belastet: Nach 200 Mio. $ im Herbst erfolgt jetzt eine weitere buchhalterische Wertminderung um 565 Mio. $. Der Vorgang ist laut Sony vorerst abgeschlossen: Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen ein 30 Prozent höheres operatives Ergebnis.

PlayStation 5: Download-Anteil steigt auf 85 Prozent

Bemerkenswertes Detail im Kleingedruckten: Die ‚Digital Download Ratio‘ steigt auf einen neuen Höchstwert von 85 Prozent. Nur noch in 15 von 100 Fällen entscheiden sich PS4-/PS5-Spieler für die physische Blu-Ray-Disc-Variante.

Bei der Zahl der ‚Monatlich aktiven User‘ stößt Sony Interactive erkennbar an eine gläserne Decke: Der Markt stagniert. Der Wert ist mit 125 Millionen Spielern faktisch unverändert. Die Abonnentenzahlen von PlayStation Plus weist Sony seit einigen Jahren nicht mehr aus, analog zum Xbox Game Pass-Mitbewerber Microsoft. Die Umsätze mit „Network Services“ seien dennoch gestiegen – an dieser Stelle erwartet das Management weiteres Wachstum. In Deutschland lag der Umsatz mit Spiele-Flatrates und Online-Services erstmals bei über 1 Mrd. €.

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