Start Wirtschaft Minit Games: Sony investiert in Hamburger Games-KI-Plattform

Minit Games: Sony investiert in Hamburger Games-KI-Plattform

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Das nächste Games-Startup nach Sviper: Mark Buchholz und Ole Schaper sind die Gründer von Minit Games.
Das nächste Games-Startup nach Sviper: Mark Buchholz und Ole Schaper sind die Gründer von Minit Games.

Prominente Investoren glauben an das Potenzial von Minit Games: Die Hamburger bauen eine KI-gestützte Short-Form-Play-Plattform.

Es sind die kurzen Momente an der Bushaltestelle oder in der Kaffeepause, in denen Minit Games ins Spiel kommt: Analog zu TikTok und Instagram tauchen immer neue Mini-Games – sogenannte ‚Minits‘ – im Feed der App auf. Was gefällt, wird angespielt, ohne Warte- oder Ladezeit. Das nächste Spiel ist nur einen Swipe entfernt. Oder in den Worten der Entwickler: „Gaming at the Speed of A Feed.“

Ähnlich wie Roblox fungiert Minit Games als eine Art Marktplatz, wo externe Entwickler und Studios ihre HTML5-Titel einbinden und anbieten können. Die Auswahl der Spiele übernimmt eine KI: Die Handlungen der Spieler werden in Echtzeit analysiert und in Empfehlungen übersetzt.

Minit Games: Sony investiert in Hamburger Games-KI-Plattform

Das dahinterstehende Hamburger Startup Minit Games hat nun den Tarnkappenmodus verlassen und eine 2 Mio.-€-Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zu den Geldgebern gehören LVP (u. a. Supercell, Unity, Klang Games), der Sony Innovation Fund sowie prominente Business Angel wie Stefan Klemm, Timo Soininen und Klaas Kersting (Phoenix Games).

Hinter Minit Games stecken die Seriengründer Mark Buchholz und Ole Schaper, die ihr Mobilegames-Studio Sviper vor drei Jahren an The Sandbox verkauft haben.

Minit Games-Macher Ole Schaper: „Die Spieler leben in algorithmischen Feeds, doch die Spiele sind immer noch in Stores gefangen. Wir bauen einen Ort, wo sich kurzweilige Spiele so einfach entdecken und nutzen lassen wie in jeder anderen modern Medienform. Der Unterschied: Wir zeigen keine Videoclips, sondern liefern auf Knopfdruck eine vollständige, komplette interaktive Experience.“

Das Geld soll dazu genutzt werden, um die Markteinführung von Minit Games vorzubereiten. Im nächsten Schritt soll eine Closed-Alpha-Testphase folgen.

Are Mack Growen, General Partner bei LVP: „Bei LVP suchen wir nach Teams, die nicht nur Spiele entwickeln, sondern grundlegend verändern, wie Menschen mit ihnen interagieren. Minit Games löst die Discoverability-Krise, indem das Unternehmen Spieler genau dort erreicht, wo sie ihre Zeit verbringen: im Feed. Indem die Reibung zwischen Entdeckung und Spielen beseitigt wird, erschließt Minit Games ein enormes neues Potenzial – sowohl für Creator als auch für Spieler.“

Antonio Avitabile, Managing Director, Sony Ventures EMEA: „Der Wandel hin zu feed-nativen Inhalten mit sofortigem Zugriff ist ein globaler Trend, der nun endlich auch im Gaming seinen Wendepunkt erreicht hat. Der Ansatz von Minit Games mit einer KI-gestützten Discovery-Engine bietet eine überzeugende Lösung für ein Publikum, das Unmittelbarkeit erwartet.“