
Umsatz-Beteiligung statt Firmen-Anteile: Der US-Wagnisfinanzierer Griffin Gaming Partners investiert 100 Mio. $ in frische Indie-Games.
Studio-Beteiligungen im Volumen von 1,5 Mrd. $ werden schon jetzt vom kalifornischen Venture-Capital-Unternehmen Griffin Gaming Partners verwaltet. Jetzt legt Griffin einen „Special Opportunities Fund“ mit einem Volumen von 100 Mio. $ (ca. 85 Mio. €) auf, der Indie-Studios ein gleichermaßen einfaches wie verführerisches Angebot unterbreitet: Die für die Games-Entwicklung nötigen Mittel werden bereitgestellt – im Gegenzug erhält Griffin eine Umsatz-Beteiligung.
Damit unterscheidet sich das Modell von ähnlich gelagerten Finanzierungs-Konzepten, die vielfach die Abgabe von Firmenanteilen (‚Equity‘) vorsehen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Indie-Entwickler mit vergleichsweise geringen Budgets spektakuläre Erfolge erzielen können. Doch gerade Indie-Studios seien entweder nicht willens oder nicht in der Lage, externe Investoren in die Gründer-Struktur einzubinden – hier soll der Fond helfen.
Als Managing Director Special Opportunities Fund ist ein absoluter Szene-Kenner an Bord: Tim Bender ist im Hauptberuf CEO des US-Indie-Publishers Hooded Horse, der sich auf Aufbau- und Strategiespiele wie Manor Lords und Heroes of Might & Magic: Olden Era spezialisiert hat. Auch mehrere deutsche Studios haben bei Hooded Horse unterschrieben, darunter Overhype Studios (Menace), Limbic Entertainment (Corsair Cove), Mimimi Games (Shadow Gambit: The Cursed Crew) und Finitude (Kinstrife).
Griffin Gaming Partners legt 100-Mio.-$-Fond für Indie-Spiele auf
Der Griffin-Fond ist bereits in 15 Titeln investiert – neun angekündigte Spiele (u. a. Menace, Kinstrife, Darkwood 2, Hellforged, Vaunted) und sechs noch unangekündigte Projekte, darunter ein Dinosaurier-Multiplayer-Rollenspiel und ein Science-Fiction-Strategiespiel auf Basis einer bekannten Buch- und TV-Lizenz. Einige der beteiligten Studios haben sich für Selbst-Publishing entschieden – andere vertrauen auf einen externen Publisher, allen voran Hooded Horse.
Griffin-Co-Gründer Nick Tuosto: „Indie-Spiele sind mittlerweile eines der am schnellsten wachsenden Segmente innerhalb des Interactive Entertainment. Wir wissen, dass Entwickler eine flexible, transparente Finanzierungs-Lösung wollen – und wir freuen uns, diese Ambitionen über unseren Special Opportunities Fund zu unterstützen. Griffin hat seine Strategie seit Gründung stetig nachgeschärft. Wir sind stolz auf unser Investment-Team, das einzigartig aufgestellt ist, um außergewöhnlichen Entwicklern zu ihrem vollen Potenzial zu verhelfen.“
Hooded-Horse-CEO Tim Bender: „Das Potenzial der Indie-Games-Entwicklung ist unglaublich. Der 100-Millionen-Dollar-Fond versetzt Studios in die Lage, viele weitere großartige Spiele zu bauen, die das Publikum lieben wird.“











