
Zeitenwende bei Sony PlayStation: Laut Bloomberg wird Sony ab Ghost of Yōtei aufwärts keine PC-Umsetzungen eigener PS5-Blockbuster mehr anbieten.
Ob Marvel’s Spider-Man 2, Horizon Zero Dawn, God of War Ragnarök oder The Last of Us Part 2: Mit gebührendem zeitlichen Abstand hat Sony Interactive so gut wie alle Greatest Hits der konzerneigenen PlayStation Studios auch auf Steam und Epic Games Store veröffentlicht.
Das soll sich ändern: Nach übereinstimmenden Informationen mehrerer US-Medien will Sony die eigenen Spiele künftig nur noch für die eigene Konsole anbieten. Die Regelung soll bereits beim Action-Abenteuer Ghost of Yōtei greifen, das seit Herbst 2025 für die PlayStation 5 erhältlich ist. Eine Ausnahme bilden Online- und Multiplayer-Spiele wie der Bungie-Shooter Marathon (seit heute auf dem Markt) und Games externer Studios, die von Sony vertrieben werden – allen voran Death Stranding 2 von Kojima Productions.
Bloomberg beruft sich auf Quellen aus dem Sony-Umfeld – bislang gibt es weder eine offizielle Bestätigung noch ein Dementi.
Medienbericht: Sony will PS5-Spiele nicht mehr für PC anbieten
Damit würde der japanische Spielehersteller eine diametral andere Strategie als Mitbewerber Microsoft verfolgen, der mit Spielen wie Diablo, Call of Duty, Forza Horizon und Minecraft mittlerweile zu den erfolgreichsten Anbietern auf PC und PlayStation 5 gehört. Zwangsläufig Folge: Sony Interactive kehrt zur Plattform-Exklusivität zurück – analog zu Nintendo. Denn wer Donkey Kong Bananza oder Mario Kart World spielen will, braucht zwingend eine Switch 2.
Als mögliche Gründe für diese überraschende Wendung gelten Sorgen um eine Verwässerung der größten und wichtigsten Spielemarken. Sofern sich die kommende Xbox noch weiter der Windows-Welt annähert und serienmäßig PC-Spiele verarbeitet, würden sich die Flaggschiffe unter den PlayStation-Titeln ‚unkontrolliert‘ auf noch mehr Plattformen verbreiten und damit dem Hardware-Absatz schaden.
Zudem würde Sony wieder die komplette Wertschöpfungskette kontrollieren und von den hohen Margen beim digitalen Vertrieb über den hauseigenen PlayStation Store profitieren. Wird das Spiel hingegen als PC-Version auf Steam verkauft, behält Valve 30 Prozent des Kaufpreises ein.












