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Medienbericht: Corona bremst Nintendo-Switch-Produktion aus

Dunkle Wolken über Kuala Lumpur: Der Corona-Lockdown in Malaysia bremst die Nintendo-Switch-Produktion aus (Fotos: Nintendo, GamesWirtschaft)
Dunkle Wolken über Kuala Lumpur: Der Corona-Lockdown in Malaysia bremst die Nintendo-Switch-Produktion aus (Fotos: Nintendo, GamesWirtschaft)

Wann ist die Nintendo Switch wieder lieferbar? Laut einem Medienbericht hat Nintendo große Schwierigkeiten, inmitten der Corona-Pandemie Bauteile aufzutreiben.

Die anhaltende Nintendo-Switch-Nachfrage plus ausbleibender Nachschub haben dazu geführt, dass die Spielkonsole derzeit in vielen Ländern ausverkauft ist und so gut wie nicht zu bekommen ist. Dies betrifft unter anderem die USA und Europa. Auch in Deutschland hat das knappe Angebot zu Mondpreisen geführt: Für fabrikneue Ware werden 450 Euro aufwärts berechnet – „normal“ sind 300 bis 330 Euro. Der Erfolg von Neuheiten wie „Animal Crossing: New Horizons“ hat die Lage zusätzlich verschärft.

Große Versender wie Amazon* und Otto stellen frische Switch-Ware für Mitte bis Ende Juni in Aussicht – teilweise werden bereits Vorbestellungen entgegen genommen. Im jüngsten Geschäftsbericht hat Nintendo angekündigt, die Produktion sukzessive hochzufahren und in den kommenden Monaten rund 20 Millionen Konsolen auszuliefern. Eine gewaltige Menge: Seit März 2017 wurden bislang mehr als 56 Millionen Switch-Geräte verkauft.

Laut einem Bloomberg-Bericht stellt die Corona-Pandemie das japanische Unternehmen vor größere Herausforderungen als bislang bekannt. Demnach sind die Lieferketten durch den anhaltenden Lockdown in vielen asiatischen Ländern unterbrochen, weil zum Beispiel Leiterplatten aus Malaysia oder Komponenten aus Fabriken auf den Philippinen fehlen. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die geplanten Produktionsmengen. Auch bei Speicherbausteinen erwarten Analysten knappe Mengen und steigende Preise, weil die Chips auch in anderen Elektronikprodukten verbaut werden, etwa in Smartphones.

Das Nintendo-Management geht davon aus, dass die Corona-Auswirkungen auf die Switch-Produktion im Lauf des Sommers abnehmen. Allerdings hängt die weitere Planung stark vom Infektions-Geschehen und den damit einhergehenden Beschränkungen in jenen Ländern ab, die Bauteile für Nintendo produzieren. Auch die Logistik zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist weiterhin eingeschränkt – unter anderem deshalb, weil Container fehlen.

Die Nintendo-Mitbewerber Microsoft und Sony sehen sich mit Blick auf die Auslieferung der Next-Generation-Konsolen im Zeitplan und erwarten – Stand heute – keine negativen Auswirkungen auf den Verkaufsstart der Xbox Series X und der Playstation 5. Beide Modelle werden für den Zeitraum Oktober/November 2020 erwartet – also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.

Einen laufend aktualisierten Überblick über die Nintendo Switch-Liefer-Situation bei führenden Versendern, Online-Shops, Elektronikmärkten und Fachgeschäften inklusive aktueller Preise finden Sie hier.

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