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Football-Stars: Animoca Brands übernimmt Stryking GmbH

Seit August 2018 enger "Football-Stars"-Kooperationspartner von Stryking: Rekordmeister Bayern München (Foto: FC Bayern München AG)

Nach einem gescheiterten Kryptowährungs-Finanzierungsrunde (ICO) kauft Animoca Brands den Berliner „Football-Stars“-Betreiber Stryking.

Die Deutsche Bundesliga, der FC Bayern München, die Premier League, Portugals Fußball-Legende Luís Figo – sie alle kooperieren mit der Berliner Stryking Entertainment GmbH. Kern ist das Produkt „Football-Stars“, ein kostenloses Fußballmanager-Spiel, das dem „Fantasy-Sports“-Segment zuzurechnen ist.

Gegründet wurde Stryking im Jahr 2012 von Dirk Weyel, der einst den Berliner Onlinegames-Publisher Frogster Interactive Pictures („Runes of Magic“) aufgebaut hat. Frogster wurde 2010 an die Karlsruher Gameforge AG verkauft. Beraten wurde Weyel unter anderem von Seriengründer und Investor Christoph Gerlinger, CEO der German Startups Group (u. a. Mister Spex, Soundcloud, Rebuy, Amorelie).

Mit STRYKZ hatte Stryking eine eigene Blockchain-Kryptowährung in Vorbereitung. Die im Sommer 2018 gestartete Finanzierungsrunde (ICO = Initial Coin Offering) wurde vorzeitig abgebrochen – auch, weil sich das Klima im Bitcoin-Umfeld massiv verschlechtert hatte.

Stryking-CEO Dirk Weyel (rechts) verpflichtet Fußball-Legende Luís Figo.
Stryking-CEO Dirk Weyel (rechts) verpflichtet Fußball-Legende Luís Figo.

Jetzt hat Weyel sein Startup samt „Football Stars“ an Animoca Brands verkauft – für 1 Million Euro in Aktien plus maximal 2 Millionen Euro an Erfolgsprämien („Earn-out payments“). Zur Finanzierung hat Animoca eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

Animoca mit Sitz in Hongkong ist börsennotiert und wies für 2018 einen Umsatz von umgerechnet 12 Millionen Euro aus. Die Animico-Papiere werden auch in Berlin und München gehandelt. Zur Firmengruppe gehören mittlerweile etliche Free2play-, App- und Blockchain-Startups.

Im nächsten Schritt will Stryking digitale Fußballsammelkarten auf Blockchain-Basis vertreiben. Gründer Weyel hat bei diesem Modell insbesondere den asiatischen Markt im Blick. Durch diese sogenannten ‚NFT-Collectibles‘ entsteht eine Handelsplattform, auf der sich Spieler mit Kryptowährung erwerben und verkaufen lassen. Neben den bestehenden Kooperationen mit Rekordmeister Bayern München und der Bundesliga plant Stryking weitere Lizenzabkommen.

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