Start Wirtschaft FDG-Mitgründer Döschl: „Wir sind alle Feuer und Flamme für dieses neue Abenteuer“

FDG-Mitgründer Döschl: „Wir sind alle Feuer und Flamme für dieses neue Abenteuer“

Philipp Döschl ist Geschäftsführer des Münchener Publishers FDG Entertainment (Foto: FDG)
Philipp Döschl ist Geschäftsführer des Münchener Publishers FDG Entertainment (Foto: FDG)

Der Münchener Games-Produzent FDG Entertainment expandiert – und baut ein eigenes Entwicklerteam für ein neues Mobilegame auf.

Producing und Publishing sind die beiden Standbeine des Münchener Spieleherstellers FDG Entertainment – seit mittlerweile 19 Jahren. Damit gehört FDG zu den traditionsreichsten Games-Unternehmen des Landes. Mehr als 70 Konsolen-, PC- und Mobile-Spiele haben die Bayern veröffentlicht. Bekannteste Titel: die Jump & Run-Spiele „Monster Boy“ und „Banana Kong“ und das Smartphone-Action-Abenteuer „Oceanhorn“.

Jetzt kommt (wieder) ein drittes Standbein hinzu: die Eigenentwickelung. Es wäre nicht das erste Mal: Nach dem Zusammenbruch des Markts für Spiele auf JAVA-Basis vor zwölf Jahren überlebte das Unternehmen nur durch eine radikale Schrumpfkur, inklusive Personalabbau. Diese Phase hat das Team und Gründer nachhaltig geprägt. Nach überstandener Krise lautete das Credo deshalb: gesundes, nachhaltiges Wachstum.

„Umso glücklicher sind wir darüber es jetzt wieder erneut anpacken zu können und wissen diese Chance überaus zu schätzen“, sagt FDG-Co-Mitgründer Philipp Döschl.

 

Eine große Rolle bei dieser Entscheidung haben die jüngsten Fortschritte bei der Games-Förderung gespielt: Der Förderantrag für den FFF Bayern werde gerade geschrieben – im Anschluss will sich Döschl auch die Bundesförderung ganz genau ansehen. „Der zusätzliche Entwicklungsspielraum der hierdurch ansteht – wenn man denn die Förderung bekommt – ist ein enormer Vorteil und kann den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr geilen Spiel bedeuten“, so Döschl. „Also: Daumen drücken!“

Durch die Zusammenarbeit mit vielen internationalen Teams bekommt er aus erster Hand mit, wie andere Länder beim Thema Förderung aufgestellt sind und sehen was die Förderung dort bringt. So sei zum Beispiel der FDG-Hit „Monster Boy“ von der französischen CNC gefördert worden.

Zu den konkreten Spielen und Plattformen kann und will Döschl noch nichts sagen – außer: Es wird ein Mobilegame.

Neu bei FDG Entertainment: Programmiererin Claudia Schulz (Foto: FDG)
Neu bei FDG Entertainment: Programmiererin Claudia Schulz (Foto: FDG)

Derzeit beschäftigt FDG elf Mitarbeiter – mit zwei bis drei weiteren rechnet Döschl bis Jahresende. Wie schnell das Unternehmen personell wachsen kann, hängt nicht allein von FDG ab. „Zum einen macht es die aktuelle Situation nicht gerade leichter, Mitarbeiter zu finden. Zum anderen ist es in München dank großer Arbeitgeber wie BMW oder MAN sowie explodierender Mieten ohnehin schwer, vor allem Programmierer zu finden.“ Seit Oktober 2019 lief die Fahndung nach einer Entwicklerin – am gestrigen 4. Mai hatte Neuzugang Claudia Schulz ihren ersten Arbeitstag im coronabedingten Home-Office. Im kommenden Monat soll eine Grafikerin folgen.

Döschl ist zuversichtlich: „Für mich persönlich geht mit dem internen Entwicklerteam und unserem Projekt ein Herzenswunsch in Erfüllung – generell sind wir alle Feuer und Flamme für dieses neue Abenteuer und das gesamte Team ist in der einen oder anderen Funktion mit an Bord.“

Das sind die 30 ältesten Games-Studios in Deutschlands 2020 (Stand: 20.4.2020)
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