Start Wirtschaft Smartphones bleiben die beliebteste Spieleplattform der Deutschen

Smartphones bleiben die beliebteste Spieleplattform der Deutschen

Games-Umsatz 2020 in Deutschland: Mobile-Games als großer Gewinner (Stand: 9.4.2021)
Games-Umsatz 2020 in Deutschland: Mobile-Games als großer Gewinner (Stand: 9.4.2021)

Das Smartphone ist und bleibt die beliebteste Spieleplattform in Deutschland – der PC muss Federn lassen.

5,2 Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr 2020 für Computerspiele ausgegeben – genauer: meist für In-App- und In-Game-Käufe, etwa Spielwährung, Beschleuniger oder Saisonpässe. Nur noch jeder fünfte Euro entfällt auf Kauf-Spiele für PC und Konsole.

Diese Marktverschiebung spiegelt sich auch in den aktuellen Marktdaten für das Pandemie-Jahr 2020 wieder, die der Marktforscher GfK im Auftrag des Branchenverbands Game ermittelt hat. Demnach hat das Smartphone seine Stellung als beliebteste Spiele-Plattform weiter ausbauen können – von 19,5 Mio. auf 22,6 Mio. Nutzer. Das Plus führt Game-Geschäftsführer Felix Falk darauf zurück, dass nahezu alle relevanten Mobilegames als Free2Play-Titel vertrieben werden – die Einstiegshürde ist hier zwangsläufig deutlich niedriger als bei Gaming-PCs oder 500-Euro-Videospiel-Systemen von Sony oder Microsoft.

Der Konsolen-Sektor kann die 2019-Delle ausbügeln und wächst von 16,3 Mio. (2019) auf 17 Mio. (2020), getrieben durch die Markteinführung von PlayStation 5 und Xbox Series S / X. Auch die Nintendo Switch samt dem Unterwegs-Ableger Switch Lite erfreut sich weiterhin großer Nachfrage, die regelmäßig zu Ausverkäufen führt.

Etwas unter die Räder gekommen ist der PC-Sektor, der knapp eine Million Nutzer auf nunmehr 15,2 Millionen Spieler verliert. Die deutlichsten Verluste gibt es im Bereich der Tablets, wo offenkundig eine schleichende Verlagerung in Richtung Smartphone stattgefunden hat: Der Anteil sinkt von 11,2 Mio. auf 9,9 Mio. Nutzer – der niedrigste Stand seit fünf Jahren.

2 Kommentare

  1. Ist das nicht methodisch ein bisschen wie die Umsätze von Tageszeitungen mit Romanen zu vergleichen? Beides Printmedien mit Text und sicherlich Überschneidungen, aber definitiv separate (d.h. nur indirekt konkurrierende) Märkte/Sparten. Die These, dass der Mobile-Markt und der Retail-Spielemarkt aus demselben Volumen zehren, ist meines Wissens nach bislang kaum mehr als eine Behauptung.

    • Zumindest spricht viel dafür, dass Smartphones gerade im Pandemiejahr öfter zum Spielen genutzt wurden – auch abseits der üblichen Gamer-Ziegruppen. Die Anschaffung einer 500+ Euro-Konsole (+ Zubehör + Games + Online-Services usw.) stellt ja noch einmal eine ganz andere Hürde dar.

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