Start Wirtschaft Smartphones bleiben beliebteste Spiele-Plattform

Smartphones bleiben beliebteste Spiele-Plattform

Nahezu der komplette Mobilegames-Umsatz entfällt auf Free2play-Apps - neue Flatrate-Pakete wie Apple Arcade könnten den Markt für Premium-Apps wiederbeleben (Abbildung: Apple)
Nahezu der komplette Mobilegames-Umsatz entfällt auf Free2play-Apps - neue Flatrate-Pakete wie Apple Arcade könnten den Markt für Premium-Apps wiederbeleben (Abbildung: Apple)

Zuwächse bei Mobilegames, Rückgänge beim PC: Die Marktdaten der GfK für den Spiele-Jahrgang 2018 zeigen eine klare Verschiebung der Spieler-Interessen.

25.000 Verbraucher befragt die Nürnberger GfK laufend über ihre Konsum-Gewohnheiten. Zusammen mit Daten des Einzelhandels ergibt sich ein klares Bild, welche Spiele-Plattformen am intensivsten genutzt werden, wobei es selbstverständlich Überschneidungen durch Mehrfach-Nennungen gibt. Die Marktdaten für das Jahr 2018 hat der Industrieverband Game heute veröffentlicht.

Wie schon im Jahr zuvor bleibt das Smartphone auch 2018 auf dem ersten Platz: 18,6 Millionen Deutsche haben 1,5 Milliarden Euro in Mobile-Games investiert, hinzu kommen 10,9 Millionen Tablet-Spieler. Fast ausschließlich handelt es sich um Free2play-Titel, die kostenlos installierbar und spielbar sind. Die Umsätze ergeben sich dadurch, dass ein Teil der Nutzer für Beschleunigungs- und Komfort-Funktionen sogenannte In-App-Käufe tätigt. Dieses Geschäftsmodell verzeichnet weiterhin stramme Zuwächse, von dem auch deutsche Studios profitieren – allerdings in deutlich geringerem Maße als Anbieter aus den USA, Finnland und China.

Das Hamburger Studio InnoGames ist der einzige deutsche Spiele-Entwickler, der es in die Umsatz-Top-20 der erfolgreichsten Mobile-Games 2018 geschafft hat (Stand: 26.2.2019)
Das Hamburger Studio InnoGames ist der einzige deutsche Spiele-Entwickler, der es in die Umsatz-Top-20 der erfolgreichsten Mobile-Games 2018 geschafft hat (Stand: 26.2.2019)

Leichte Zuwächse gab es 2018 auch im Konsolen-Segment, das von Sony (PlayStation 4), Microsoft (Xbox One) sowie Nintendo (2DS / 3DS / Switch) dominiert wird. Mit 16,7 Millionen Nutzern liegen die Spielkonsolen auf Platz 2 in der Gamer-Gunst.

Massive Verluste muss indes der PC hinnehmen: Von 17,3 Millionen (2017) auf 13,4 Millionen (2018) Fans sinkt das Marktvolumen. Binnen eines Jahres hat der Windows-PC also fast 4 Millionen Spieler verloren. Mit einem Umsatz von 659 Millionen Euro schaffen PC-Spiele nur noch knapp die Hälfte des Konsolen-Umsatzes. Die Zahl lässt Rückschlüsse darauf zu, dass das Interesse an Browsergames und PC-Online-Rollenspielen weiter nachlässt.

Die GfK-Zahlen sind ein Beleg für die tektonische Verschiebung der bevorzugten Spieleplattformen: Das Marktwachstum auf 3,5 Milliarden Euro (ohne Hardware) fußt fast ausschließlich auf den Zuwächsen bei Mobilegames.

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