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German eSports Summit 2018: Erfolgreiche Premiere für ESBD

Jan Pommer (ESL, ESBD), Sportpolitiker Johannes Steiniger (CDU) und DOSB-Funktionär Christian Steiniger beim German eSports Summit 2018 (Foto: ESBD/Maria Manneck)
Jan Pommer (ESL, ESBD), Sportpolitiker Johannes Steiniger (CDU) und DOSB-Funktionär Christian Steiniger beim German eSports Summit 2018 (Foto: ESBD/Maria Manneck)

Kaum fünf Monate alt, schon ein eigener Kongress: Der junge eSport-Bund Deutschland (ESBD) hat mit dem German eSports Summit 2018 eine eintägige Konferenz ausgerichtet. Die Premiere im Rahmen der Games Week Berlin zog 150 Teilnehmer an.

eSport ist Sport, soviel sei klar. Doch wie schnell kommt die politische Anerkennung? „Die Entscheidung liegt nicht im Bundestag, sondern beim DOSB“ stellte der Bundestagsabgeordnete Jens Zimmermann (SPD) gleich in seiner Eröffnungsrede klar. Der Satz des digitalpolitischen Sprechers galt sicher auch der ersten Sitzreihe im vollbesetzten Berliner „Säälchen“: Denn dort saß mit Christian Sachs der Hauptstadtbüro-Leiter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der Spitzenverband hatte die Koalitionäre scharf für den Plan kritisiert, für eine vollumfängliche Anerkennung des eSport im Vereins- und Verbandsrecht zu sorgen. Bis zum Herbst 2018 will sich der DOSB zu einer Empfehlung in dieser Frage durchringen.

Die Grußreden und Podiums-Diskussionen zum Auftakt des ersten German eSports Summit machten deutlich, wo die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Bewertung des organisierten eSport liegen. Mit Ubisoft-Deutschland-Chef und Branchenverbands-Vorstand Ralf Wirsing, dem CDU-Abgeordneten Johannes Steiniger, ESL-Manager Jan Pommer, dem erwähnten DOSB-Funktionär Christian Sachs und Moderator Maximilian Knabe (besser bekannt als Youtuber „HandOfBlood“) war nicht nur die Gesprächsrunde zum Thema „Digitale Sportpolitik – Was plant die Bundesregierung im eSport?“ prominent besetzt.

Im Abschluss-Panel kündigte die schleswigholsteinische Innenstaatssekretärin Kristina Herbst an, dass ihr Bundesland das vorgelegte Tempo beibehalten will. Im Nachgang zum Regierungswechsel hatte die schwarz-grüne Koalition im Norden den eSport im Koalitionsvertrag aufgenommen – jetzt gehe es um die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit und die Integration des Digitalsports in das Gemeinwesen.

German eSports Summit 2018: Erfolgreiche Premiere des Konferenz-Formats

Neben den 150 Teilnehmern im Publikum verfolgten 3.000 Zuschauer via Livestream die eintägige Veranstaltung, die erstmals vom eSport-Bund Deutschland (ESBD), der Berliner eSport-Agentur Freaks 4U Gaming und den Games-Week-Machern Booster Space organisiert wurde. Zu den Partnern und Förderern des Formats zählen darüber hinaus das Medienboard Berlin-Brandenburg und der Industrieverband Game.

Für erhöhten Puls hatte im Vorfeld des German eSport Summit 2018 der Direktor des Berliner Landssportbunds gesorgt: Gegenüber dem ZDF sprach Heiner Brandi davon, dass 90 Prozent der ausgeübten eSport-Titel aus – so wörtlich – „Kriegsspielen“ bestehe. Für ESBD-Präsident Hans Jagnow zeigen solche Behauptungen, „dass es nicht mal ein Grundverständnis von eSport gibt und man den Dialog dringend braucht.“ Sein Verband wünsche sich eine Diskussion, die sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen orientiere.

In Summe habe der Tag die Debatte rund um eSport ins nächste Level gebracht, so Jagnow. Für 2019 kündigt er eine Fortsetzung an, von der er sich einen deutlichen Ausbau erhofft.

 

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