Ganz oben auf der Agenda des Branchenverbands BIU: eSports (Foto: KoelnMesse)
Ganz oben auf der Agenda des Branchenverbands BIU: eSports (Foto: KoelnMesse)

Wer bislang nicht wusste, wen er zum Thema eSports in Deutschland anrufen soll, der weiß es spätestens ab heute: Mächtige BIU-Mitglieder verbünden sich zun eSports.biu.

Der Deutsche Olympische Sportbund gab sich zuletzt gewohnt widerborstig: eSports sei kein Sport. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) antwortet heute: Isser wohl!

Wie zum Beweis geht die Vereinigung eSports.BIU an den Start. Ziel: Anerkennung von „League of Legends“ und „Call of Duty“ als Sportart, vereinfachte Visa für Amateure und Profis, verstärkte politische Kommunikation – und gerade bei diesem Punkt ist offenkundig noch einiges zu tun. Erst tags zuvor hatte das Berliner Abgeordnetenhaus eine Bundesratsinitiative pro eSports abgelehnt.

Games-Branche forciert Anerkennung von eSports als Sportart

Mit der neuen Gruppierung innerhalb des BIU entsteht der erste ernstzunehmende Verband seit Jahren, der nicht zuletzt die wirtschaftlichen Interessen der hiesigen Akteure in einer Hand bündelt. Die zentrale Anlaufstelle für alle eSports-Belange zu sein – das ist der Anspruch der neuen Vereinigung innerhalb des BIU.

Zum Start wirken weite Teile der Mitglieder von BIU, BIU.Dev und BIU.Net mit, die von einer Stärkung des eSport in vielfältiger Weise profitieren:

  • Activision Blizzard (Starcraft 2, Hearthstone, Heroes of the Storm, Call of Duty)
  • Crytek (CryEngine)
  • Yager (Dreadnought)
  • Gameforge (HEX: Shards of Fate)
  • Bandai Namco (Dark Souls 3)
  • Electronic Arts (FIFA 17)
  • Microsoft (Forza 6, Halo World)
  • Nintendo (Super Smash Bros.)
  • Sony Computer Entertainment (Uncharted 4, Playstation VR)
  • Ubisoft (Rainbow Six Siege)
  • Wargaming.net (World of Tanks, World of Warships)
  • Electronic Sports League (ESL), der international führende Turnier- und Ligen-Veranstalter
  • Freaks 4 U Gaming, eine auf eSports spezialisierte PR- und Marketing-Agentur

Nicht Teil der Initiative sind BIU-Mitglieder wie Goodgame Studios, Innogames, Koch Media, Konami, Square Enix, Take 2, Warner und Zenimax. Mit Tencent fehlt auch der weltgrößte Computerspiele-Anbieter, der über die Tochter Riot Games einen der weltweit wichtigsten eSports-Titel betreibt. Von den internationalen eSports-Größen fehlt zudem Valve (Dota 2, Counter-Strike), die allerdings keine Deutschland-Repräsentanz haben.

Weitere Akteure des eSport-Ökosystems sind zur Mitarbeit aufgerufen. Überraschen sollte es jedenfalls niemanden, wenn demnächst auch der FC Schalke 04, der VfL Wolfsburg, Youtube Gaming und die Amazon-Tochter Twitch dem Konsortium beitreten.

Die Koordination übernimmt ein sechsköpfiges Gremium, bestehend aus:

  • Maxi Gräff (Xbox und Gaming Communications Officer / Microsoft Deutschland)
  • Michael Haenisch (CEO / Freaks 4 U)
  • Thomas Jaskiewicz (Ubisoft)
  • Martin Lorber (PR Director / Electronic Arts Deutschland)
  • Arne Peters (Vice President Strategic Relations / ESL)
  • Tom Putzki (Director of Communications Central Europe / Wargaming.net)

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