Start Allgemein Medienboard Berlin: 7 Studios zahlen Förderung zurück

Medienboard Berlin: 7 Studios zahlen Förderung zurück

Scheck is back: Förderreferentin Jenni Wergin und Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens (Foto: Medienboard Berlin-Brandenburg)
Scheck is back: Förderreferentin Jenni Wergin und Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens (Foto: Medienboard Berlin-Brandenburg)

Rekord-Zuschüsse und erfolgreiche Games-Neuheiten: Das Medienboard Berlin-Brandenburg blickt zuversichtlich ins Jahr 2021.

Im Jahr 2020 hat das Medienboard Berlin-Brandenbug die Rekordsumme von fast 3,1 Millionen Euro für sogenannte „innovative audiovisuelle Inhalte“ bewilligt, zu denen auch Games und Virtual-Reality-Projekte gehören. Dies entspricht einem Zuwachs von 1 Million Euro gegenüber 2019. Zudem wurden Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 930.000 Euro unterstützt – in diesem Jahr beteiligt sich das Medienboard finanziell an der Ausrichtung der Computerspielpreis-Verleihung am 13. April 2021 und an der Gamesweek Berlin 2021.

Damit gehört die Hauptstadtregion zu den großzügigsten Investoren in die deutsche Games-Entwicklung – nur Bayern und Nordrhein-Westfalen weisen vergleichbare Budgets auf.

Zusätzlicher Spielraum ergibt sich aus den Rückzahlungen erfolgreicher Spielestudios. Denn anders als beim Bund gilt für die Computerspiele-Förderung der Bundesländer: Nur dann, wenn ein Spieleprojekt den Break-Even schafft, müssen die Entwickler die Zuschüsse zurückzahlen – was nicht allzu häufig vorkommt. Beim Medienboard hieß es im vergangenen Jahr gleich acht Mal: „Scheck is back“. In Summe wurde eine halbe Million Euro zurückbezahlt, die nun zusätzlich für 2021 zur Verfügung steht.

  • Mooneye Studios (Lost Ember) – 150.000 Euro
  • Bildundtonfabrik Btf (Trüberbrook) – 80.000 Euro
  • Digidized (Die Burgen von Burgund) – 70.000 Euro
  • Ion Lands – 55.000 Euro (Cloudpunk) + 40.000 Euro (Phoning Home)
  • Megagon Industries (Lonely Mountains: Downhill) – 50.000 Euro
  • Pokoko Studios (Dino Bash) – 29.000 Euro
  • Life Action Games (Operation X) – 25.000 Euro

Erfreulich fällt zudem die gestern bekannt gegebene Liste der Nominierungen für den Deutschen Computerspielpreis 2021 aus. Die Neuheiten aus Berlin und Brandenburg sind zwölf Mal nominiert – aus Sicht von Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens eine „hervorragende Bilanz“. Sein Befund: „Indie Games gewinnen deutschlandweit an Popularität, auch die Berliner Studios vergrößern sich und die Projektbudgets entsprechend mit. Die Antragszahlen sind trotz Corona-Pandemie signifikant gestiegen. Bei höheren Förderungen für größere Projektvolumina geht es langfristig auch um die Sicherung und den Ausbau von Arbeitsplätzen am Games-Standort Berlin-Brandenburg.“

Beim Medienboard hofft man nun, an die guten Ergebnisse vom Vorjahr anknüpfen zu können: Beim DCP 2020 räumten unter anderem Sea of Solitude, Lonely Mountains: Downhill und Through the Darkest of Times ab.

Auch der Chef der Berliner Senatskanzlei ist glücklich: „Wir freuen uns über die sehr guten Entwicklungen der Gamesindustrie in der Hauptstadt“, sagt Christian Gaebler (SPD). „Berlin ist bereits die Stadt mit den meisten Games-Unternehmen deutschlandweit. Die zahlreichen Preise, wirtschaftlich erfolgreiche Games, wachsende Unternehmen sowie die zunehmende Sichtbarkeit von Games aus der Hauptstadtregion belegen die große Bedeutung des Games-Standorts Berlin. Das Medienboard leistet hierzu einen wichtigen Beitrag – gemeinsam möchten wir die Branche weiterhin unterstützen und den erfolgreichen Wachstumspfad fortsetzen.“