Start Politik GameDevs Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Dreyer gibt Startschuss

GameDevs Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Dreyer gibt Startschuss

Zum Start von GameDevs Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Relevanz des Wirtschaftszweigs Computerspiele (Foto: Staatskanzlei RLP/Elisa Biscotti)
Zum Start von GameDevs Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Relevanz des Wirtschaftszweigs Computerspiele (Foto: Staatskanzlei RLP/Elisa Biscotti)

Die Hochschule Trier will den Gründer-Nachwuchs in Rheinland-Pfalz vernetzen – zum Auftakt von „GameDevs Rheinland-Pfalz“ gibt es Unterstützung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Mit der Initiative „GameDevs Rheinland Pfalz“ soll eine Netzwerk- und Austauschplattform für Gründer, Studenten und Nachwuchs-Team der dortigen Gamesbranche entstehen. Geplant ist zunächst eine Veranstaltungsreihe, die Studierende und etablierte Entwickler und Publisher regelmäßig zusammenbringt.

Ziel des neuen Formats ist zudem die Vernetzung mit vergleichbaren Initiativen anderer Bundesländer sowie der Branche in angrenzenden Ländern wie Frankreich oder Belgien.

Die Schwerpunkte sind also teilweise deckungsgleich mit der bereits bestehenden, offiziellen Standortinitiative „Game Up! Software-/Gamesforum Rheinland-Pfalz“, die im rheinlandpfälzischen Wirtschaftsministerium angesiedelt ist.

„Game Up!“ ist gleichzeitig Gründungsmitglied des Branchenverbands Game und von „Games Germany“, allerdings nicht Partner von GameDevs Rheinland-Pfalz (und umgekehrt).

GameDevs Rheinland-Pfalz: Hochschule Trier startet eigene Standortinitiative

Zum Auftakt richteten die Stadt Trier und die federführende Fachhochschule Trier am Abend des 28. Juni eine Kennenlern-Veranstaltung im Palais Walderdorff zu Trier aus – inklusive Kurzvorträgen von Andreas Heldt (Z-Software) und Dirk Ringe, Gründer des Ingelheimer Studios Envision Entertainment.

Die Grußworte kamen vom Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Games-Professorin Linda Breitlauch und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), deren Staatskanzlei das neue Format unterstützt. Die Politikerin hatte im vergangenen Jahr in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin eine Exkursion nach Kanada teilgenommen, die von Breitlauch begleitet wurde. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch der Ubisoft-Studios in Toronto, gemeinsam mit dem Mainzer Ubisoft-Blue-Byte-Studioleiter Thomas Pottkämper .

„Games sind mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftszweig – auch in Rheinland-Pfalz“, so Dreyer. In diesem Segment gehe es aber nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um Serious Games, bei denen Spiele-Mechaniken Eingang finden in Bereiche wie Bildung, Medizin oder Industrie. Die Ministerpräsidentin kündigt an, dass die Landesregierung die Gründung eines Digital Hub Trier unterstützen werde.

An der Fachholschule Trier – nach eigenen Angaben „Deutschlands größter Ausbildungs-Standort“ der Games-Branche – studieren 800 Studenten, unter anderem in den Studiengängen „Intermedia Design“ und „Informatik – Digitale Medien und Spiele“.

Rheinland-Pfalz gehört bislang zu den wenigen Flächenländern, die im Unterschied zu Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen oder Bayern noch keine dezidierte Games-Förderung aufgelegt haben.

Zu den größten Arbeitgebern der Games-Branche an Rhein und Mosel zählen das 100-Mann-Studio Ubisoft Blue Byte Mainz („Anno 1800“) und der Publisher Kalypso Media („Tropico 6“) mit Sitz in Worms.

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