Start Politik Gamearea Hessen: Gamearea-FRM firmiert um

Gamearea Hessen: Gamearea-FRM firmiert um

Der frisch gewählte Vorstand von Gamearea Hessen: Stefan Marcinek, Prof. Wilhelm Weber, Erik Staub, Jens Schäfer und Christian Hoppenstedt (Foto: Gamearea Hessen)
Der frisch gewählte Vorstand von Gamearea Hessen: Stefan Marcinek, Prof. Wilhelm Weber, Erik Staub, Jens Schäfer und Christian Hoppenstedt (Foto: Gamearea Hessen)

Neuer Name, neuer Vorstand, neue Ausrichtung: Teile der hessischen Spielebranche schließen sich zur Standortinitiative Gamearea Hessen zusammen.

Im Vergleich zum ausgeprägten Selbstbewusstsein von Games-Standorten wie Berlin, Bayern oder Nordrhein-Westfalen übt sich Hessen traditionell im Understatement. Dabei besteht dafür kein Anlass: Mit Spiele-Entwicklern wie Crytek, Keen Games und Deck 13 plus Niederlassungen von Sony Interactive, Nintendo, Bethesda und Bandai Namco hat die hessische Spiele-Branche große Bedeutung – sowohl als Arbeitgeber als auch mit Blick auf den Umsatz.

Jetzt stellt sich das Bundesland neu auf: Bereits Ende 2018 haben die 26 Mitglieder der Standort-Initiative Gamearea-FRM (Frankfurt Rhein-Main) einen neuen Vorstand gewählt und die künftige Ausrichtung festgelegt. Jetzt wird der Wirkkreis auf ganz Hessen ausgedehnt – und dadurch ändert sich auch der Name: Aus Gamearea-FRM wird Gamearea Hessen (Eigenschreibweise: gamearea-HESSEN).

Ziel ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Branche sowie der Ausbau der Vernetzung und Kooperation, auch über die Games-Branche hinaus. Insbesondere soll der Bekanntheitsgrad von Unternehmen und Aktivitäten erhöht werden, sowohl in der Öffentlichkeit als auch gegenüber Politik und Wirtschaft. Dazu beitragen sollen Veranstaltungen wie die German Dev Days 2019, die Ende Mai zum mittlerweile vierten Mal in Frankfurt stattfinden. Die enge Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Game und anderen Standortinitiativen ist ebenfalls erklärtes Ziel.

Den Vorstandsvorsitz übernimmt der Darmstädter Hochschulprofessor Wilhelm Weber, der die Nachfolge von Metricminds-Geschäftsführer Philip Weis antritt. Webers Stellvertreter ist Stefan Marcinek, Gründer und Geschäftsführer des Wiesbadener Spiele-Publishers Assemble Entertainment („Pizza Connection 3“, „Leisure Suit Larry“). Dem Vorstand gehören außerdem Erik Staub (Games Academy Frankfurt), Schatzmeister und Anwalt Christian Hoppenstedt und Crytek-Sprecher Jens Schäfer an.

In Folge der Landtagswahlen im Herbst 2018 geht die hessische Branche unter veränderten Vorzeichen ins neue Jahr. So gibt es mittlerweile mit Kristina Sinemus eine eigene Digitalministerin im Kabinett von Ministerpräsident von Volker Bouffier (CDU). Die schwarzgrüne Landesregierung hat sich außerdem die Förderung der hessischen Spiele-Entwickler und die Ausrichtung einer eigenen „Indie-Games-Messe“ vorgenommen. Ungleich anstrengender dürfte das Thema eSport werden: Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) hat sich mehrfach klar dagegen positioniert.

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