Start Politik Auswärtsspiel: Außenministerium fördert Projekt

Auswärtsspiel: Außenministerium fördert Projekt

Das Auswärtige Amt hat seinen Sitz direkt an der Berliner Museumsinsel (Foto: GamesWirtschaft)
Das Auswärtige Amt hat seinen Sitz direkt an der Berliner Museumsinsel (Foto: GamesWirtschaft)

Die Stiftung Digitale Spielekultur und das Auswärtige Amt setzen ein prominent besetztes Gremium ein, das fachliche Expertise in das Projekt Auswärtsspiel einbringt.

Wie können digitale Spiele dazu beitragen, ein Verständnis für Funktionsweisen und Mechanismen der Außenpolitik zu vermitteln – und gleichzeitig demokratiefeindliche Strömungen oder Desinformation zu erkennen?

Diesem Thema widmet sich ein Projekt der Stiftung Digitale Spielekultur mit dem Arbeitstitel Auswärtsspiel, das seit September 2022 vom Auswärtigen Amt gefördert wird.

Für die fachliche Beratung wurde nun ein Fachgremium aus Games-Branche, Außenpolitik und Wissenschaft eingerichtet, das mit einem Workshop am 2. Dezember die Arbeit aufnimmt.

Dem Gremium gehören unter anderem an:

  • Electronic Arts-Managerin Michaela Bartelt-Krantz
  • Franziska Fein (Fein Games)
  • Lena Falkenhagen (Autorin und Professorin, University of Applied Sciences Hamburg)
  • Manouchehr Shamsrizi (Gamelab Berlin / Humboldt-Universität zu Berlin / Leiter der Group for Gaming in International Relations)
  • Sarah Widmaier (Wissenschaftliche Koordinatorin des Forschungsprogramms Kultur und Außenpolitik, Institut für Auslandsbeziehungen)
  • Felix Zimmermann (Referent für Gameskultur, politische Bildung und Extremismus bei der Bundeszentrale für politische Bildung)

Çiğdem Uzunoğlu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur: „Viele erfolgreiche Games – zum Beispiel des Strategie- und Simulationsgenres – setzen sich bereits mit den Beziehungen zwischen Staaten auseinander und bieten interessante Ansätze, um Grundmechanismen der Diplomatie spielerisch zugänglicher zu machen. Mit dem Auswärtigen Amt wollen wir einen Schritt weitergehen. Wir möchten Wege aufzeigen, wie dieses Vermittlungspotenzial von digitalen Spielen genutzt werden kann, um aktuelle Schwerpunkte und Entwicklungen der deutschen Außenpolitik möglichst vielen Menschen verständlicher zu machen.“

Peter Ptassek, Beauftragter für strategische Kommunikation des Auswärtigen Amts: “Der vom Fachgremium zu entwickelnde praxisorientierte Fragenkatalog soll Sensibilität und Nachvollziehbarkeit für das Funktionieren von Außenpolitik und für politische Narrative gerade auch in Zeiten von Desinformation und Schwarz-Weiß-Denken wecken. Wir möchten einen Reflexions- wie Dialogimpuls in Gang setzen für interessierte Spieleproduzenten und Publisher, für Forschende und Lehrende sowie für politische Institutionen, die digitale Spiele stärker in ihre Arbeit integrieren möchten.“