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Deutscher Entwicklerpreis 2022: Die Gewinner

Aufbauspiel The Wandering Village (Abbildung: Stray Fawn Studio)
Aufbauspiel The Wandering Village (Abbildung: Stray Fawn Studio)

Sieg in 6 von 13 Kategorien: Österreich und die Schweiz sind die großen Gewinner beim Deutschen Entwicklerpreis 2022.

Bewährter Austragungsort, neuer Gastgeber: Zum ersten Mal hat die Standortinitiative Games NRW den ehrwürdigen Deutschen Entwicklerpreis ausgerichtet. Mehr als 500 Gäste verfolgten am Donnerstagabend die Preisverleihung, die nach zwei coronabedingten Digital-Ausgaben wieder vor Ort in der Flora in Köln stattfinden konnte.

Melek „Melly“ Balgün und Deborah Mensah-Bonsu übernahmen diesmal die Moderation.

Aus insgesamt 190 Einreichungen hat die breit aufgestellte Jury die besten Games und Studios ermittelt, aufgeteilt in 13 überarbeitete Kategorien. Die Reform sollte dazu beitragen, dass wieder handwerkliche Leistungen im Mittelpunkt stehen. Dieser Neuausrichtung folgend entfallen begehrte Disziplinen wie „Bestes Studio“ und „Bester Publisher“.

Anders, als es die Bezeichnung „Deutscher Entwicklerpreis“ vermuten lässt, dominierten in diesem Jahr zwei Studios aus Österreich und der Schweiz: Stray Fawn Studio aus Zürich gewinnt mit dem originellen Aufbau-Strategiespiel The Wandering Village den Hauptpreis „Bestes Deutsches Spiel“ sowie den Preis für die „beste technische Leistung“ und den Innovationspreis.

Das in Innsbruck bei Clockstone entwickelte Puzzle-Spiel LEGO Bricktales holt den Preis für das „beste Casual-Game“, das „beste Gamedesign“ und die „beste Grafik“.

Das Berliner Studio Paintbucket Games sichert sich mit Beholder 3 die neu eingeführte Kategorie „Bestes Game Beyond Entertainment“, die Neuheiten mit intellektuellem, historischem oder gesundheitlichem Mehrwert prämiert. Das PC-Spiel, das einen einen totalitären Überwachungsstaat simuliert, wurde außerdem für die „beste Story“ ausgezeichnet.

Überraschend komplett leer ausgegangen ist der Mit-Favorit Chorus, der in vier Kategorien nominiert war: Noch im Frühjahr hat die Hamburger Plaion-Tochter Fishlabs mit dem Weltraum-Spiel den staatlichen Deutschen Computerspielpreis 2022 abgeräumt.

Deutscher Entwicklerpreis 2022: Die Gewinner im Überblick

  • Bestes Deutsches Spiel: The Wandering Village (Stray Fawn Studio, Zürich / Schweiz)
  • Bestes Indie Game: Revita (BenStar, Buchenbach)
  • Bestes Casual Game: LEGO Bricktales (ClockStone, Innsbruck / Österreich)
  • Bestes Game Beyond Entertainment: Beholder 3 (Paintbucket Games, Berlin)
  • Bestes Gamedesign: LEGO Bricktales (ClockStone, Innsbruck / Österreich)
  • Bestes Audiodesign: Itorah (Grimbart Tales, Kaiserslautern)
  • Beste Grafik: LEGO Bricktales (ClockStone, Innsbruck / Österreich)
  • Beste Story: Beholder 3 (Paintbucket Games, Berlin)
  • Beste Technische Leistung: The Wandering Village (Stray Fawn Studio, Zürich / Schweiz)
  • Innovationspreis: The Wandering Village (Stray Fawn Studio, Zürich / Schweiz)
  • Sonderpreis für Soziales Engagement: Antura & the Letters (Cologne Game Lab & Video Game Without Borders, Köln)
  • Ubisoft Newcomer Award: Paws and Leaves – A Thracian Tale (Grownarts, Brake)
  • NRW-Förderpreis für junge Entwicklerinnen: Casilda de Zulueta (Köln)