Start Politik Creative Europe Media 2018: Bis zu 150.000 Euro für Games-Projekte

Creative Europe Media 2018: Bis zu 150.000 Euro für Games-Projekte

"ELEX 2" ist eines von vier Projekten, die von der EU im Rahmen des "Creative Europe Media"-Programms gefördert werden.

Daedalic, Piranha Bytes, Paradox und CD Projekt haben bereits von den EU-Fördergeldern des Programms Creative Europe Media profitiert – auch 2018 unterstützt Brüssel die europäischen Spiele-Entwickler mit 3,8 Millionen Euro. Die Bewerbung für die laufende Förderrunde ist bis Anfang März möglich.

3,78 Millionen Euro – so groß ist der Fördertopf, mit dem die Europäische Kommission in diesem Jahr die Entwicklung von Computer- und Videospielen fördert. In der Förderrunde 2017 holten sich deutsche Spielemacher insgesamt eine halbe Million Euro ab, darunter die Kölner Studios The Good Evil („Squirrel & Bär“) und Nurogames („Tales of Times“).

Den Maximalbetrag von jeweils 150.000 Euro sicherten sich Piranha Bytes (Essen) und Daedalic Entertainment (Hamburg): Das Geld fließt in die Produktion des bislang unangekündigten Rollenspiels „ELEX 2“ und in das neue Adventure von „Deponia“-Schöpfer Jan Müller-Michaelis („Poki“). Titel: „Superlatent“.

Das dazugehörige Programm nennt sich Creative Europe Media und gilt bislang als eines der höchstdotierten Förderinstrumente der Games-Branche – lediglich der Freistaat Bayern schüttet ab 2018 noch höhere Summen an Entwickler-Studios aus.

Neben Games fördert die Europäische Union via Creative Europe Media auch Kinofilme, TV-Serien, Dokumentationen, Promotion-Maßnahmen und Filmfestivals.

Deutsche Games-Projekte mit Förderbescheiden von mehr als 100.000 Euro (Stand: November 2017)

Creative Europe Media: EU fördert Games-Projekte mit bis zu 150.000 Euro

Wer sich Fördergelder zwischen 10.000 und 150.000 Euro abholen möchte, hat eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. So muss das Studio seit mindestens einem Jahr existieren – frisch gegründete Startups fallen also durchs Raster. Entscheidend ist auch eine „narrative Erzählstruktur“, was zum Beispiel reine Geschicklichkeitsspiele im „Tetris“-Format ausschließt. Gute Chancen haben hingegen Rollenspiele, Action-Adventures, Abenteuerspiele und Strategiespiele.

Zudem ist der Nachweis einer kommerziellen Auswertung erforderlich. Pluspunkte gibt es für Spiele, die sich an Kinder und Jugendliche unter zwölf Jahren richten.

Ebenfalls wichtig: Die erste spielbare Version darf frühestens acht Monate nach Antragstellung auf den Markt kommen, also 2019 aufwärts. Die Kombination mit regionalen Fördergeldern – etwa des Medienboard Berlin-Brandenburg oder der Medienstiftung NRW – ist hingegen möglich.

Wer die Kriterien erfüllt, hat gute Chancen auf Förderung: Im vergangenen Jahr gingen fast 150 Anträge aus 19 EU-Ländern bei der Brüsseler Kommission ein – rund jedes fünfte Projekte wurde letztlich unterstützt.

Wer 2018 dabei sein möchte, sollte unbedingt die Einreichfrist beachten: Bis spätestens 8. März 2018 müssen die Unterlagen vollständig vorliegen. Alle Informationen, Formulare und die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Website von Creative Europe Media.

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