Start Wirtschaft Electronic Arts kauft Codemasters – jetzt endgültig (Update)

Electronic Arts kauft Codemasters – jetzt endgültig (Update)

Codemasters-Neuheit DIRT 5
Codemasters-Neuheit DIRT 5

Nach dem Überholmanöver von Mitbieter Take Two Interactive meldet Electronic Arts die erfolgreiche Übernahme des britischen Rennspiel-Spezialisten Codemasters.

Update vom 18. Februar 2021: Electronic Arts hat heute den Abschluss der Codemasters-Übernahme bekannt gegeben. Der Kaufpreis liegt bei 604 Pence in bar je Stammaktie – was einer Bewertung von 1,2 Milliarden Dollar entspricht, also rund eine Milliarde Euro. EA finanziert den Deal mittels Zugriff auf das reichlich vorhandene Barguthaben.

Mit den Marken Formel 1, DIRT, DIRT Rally, GRID und Project Cars erweitert Electronic Arts das action-lastige Rennspiel-Portfolio (Burnout Paradise, Need for Speed) um einige der anerkannt besten Simulationen. EA-Vorstands-Chef Andrew Wilson spricht vom „Beginn einer aufregenden neuen Ära für Rennspiele“.

Die weltweite Vertriebs- und Marketing-Power von Electronic Arts soll zu einer spürbaren Zielgruppen-Erweiterung der Codemasters-Titel beitragen – und mittelfristig die Rentabilität des US-Publishers steigern.

Electronic Arts kauft Codemasters (Update)

Überraschende Wende im Poker um den britischen Rennspiel-Spezialisten Codemasters: Electronic Arts setzt sich gegen Take Two Interactive durch.

Update vom 14. Dezember 2020: Eigentlich war das Rennen schon gelaufen – doch zum Wochenstart überrascht Electronic Arts mit einer spektakulären Meldung: Der US-Publisher hat sich mit dem Vorstand des englischen Spiele-Entwicklers Codemasters (DIRT5, F1 2020) auf eine Übernahme geeinigt.

Mit einem Gebot von 1,2 Milliarden Dollar – fast eine Milliarde Euro – setzt sich der US-Spieleriese (FIFA 21, Battlefield) gegen Take Two Interactive durch. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

EA verspricht sich von dem Milliarden-Deal eine Stärkung der hauseigenen Rennspiel-Kompetenz: Zum Portfolio gehören Marken wie Burnout, Real Racing (Mobile) und Need for Speed.

„Wir glauben, dass sich aus dieser Kombination eine aufregende und fruchtbare Zukunft für Codemasters entwickelt“, kommentiert Codemasters-Chairman Gerhard Florin. Den Teams werde dadurch ermöglicht, größere und bessere Spiele für eine „extrem leidenschaftliche Zielgruppe“ zu produzieren.

Florin war bis 2010 Executive Vice President von Electronic Arts und sitzt mittlerweile im Aufsichtsrat vieler Spielehersteller, darunter King.com (Candy Crush Saga) und InnoGames (Forge of Empires).

Update vom 10. November 2020: Der börsennotierte US-Publisher Take-Two Interactive hat bestätigt, den britischen Rennspiel-Entwickler Codemasters (DIRT5, F1 2020) zu übernehmen. Gesamtvolumen: 994 Millionen Dollar – knapp 840 Millionen Euro. Das Codemasters-Management-Team bleibt vorerst an Bord.

Take-Two-Vorstands-Chef Strauss Zelnick verspricht sich von der Übernahme eine Stärkung des konzerneigenen Sport- und Simulations-Portfolios (u. a. NBA 2K21). Durch die gemeinsame Nutzung der Take-Two-Marketing- und Vertriebs-Strukturen würden sich Synergien und Kostensenkungs-Potenziale ergeben.

Der Abschluss der Übernahme ist für das erste Quartal 2021 geplant.

Meldung vom 6. November 2020: Das Angebot für den britischen Rennspiel- und Simulations-Spezialisten liegt laut Reuters bei 973 Millionen Dollar, umgerechnet rund 820 Millionen Euro. Zu den erfolgreichsten Codemasters-Titeln gehören die DIRT-Reihe, F1 2020 und GRID.

Mit den drei Sparten 2K, Rockstar Games und Private Division gilt US-Publisher Take-Two Interactive als einer der weltgrößten Videospiele-Hersteller. Bekannteste Take-Two-Marken: NBA 2K, Red Dead Redemption, Grand Theft Auto, Civilization und Mafia.

Anders als Take-Two verfügt Codemasters nicht über eine deutsche Niederlassung. Der Vertrieb der Rennspiele für PC und Konsole erfolgt über Koch Media mit Sitz in Planegg bei München.

Neben der Konzernzentrale im englischen Southam unterhält Codemasters Niederlassungen in Cheshire nahe Liverpool, in Birmingham, Kuala Lumpur (Malaysia) und Indien. Die Take-Two-Tochter Rockstar Games zählt bereits jetzt zu den Schwergewichten der britischen Games-Industrie: Bei Rockstar North in Edinburgh entsteht der Dauerbrenner GTA.

4 Kommentare

  1. Schließe mich Dfh an!

    EA hatte früher f1!
    Das die es jetzt wieder haben… ich könnte richtig kotzen!
    EA die noch nie interesse an einer Community hatten und der absolute King von microtransactions sind!

    Wie Dfh sagte: das wars mit Dirt und F1 weil man wahrscheinlich nicht mal einen Reifenwechsel während eines Rennens machen kann OHNE Echtgeld zu bezahlen!

    Scheisse ist mir jetzt schlecht!

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