Start Politik Drogenbeauftragte Ludwig startet Mediensucht-Kampagne

Drogenbeauftragte Ludwig startet Mediensucht-Kampagne

Seit September 2019 neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung: CSU-Politikerin Daniela Ludwig (Foto: M. König)
Seit September 2019 neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung: CSU-Politikerin Daniela Ludwig (Foto: M. König)

Gemeinsam mit KiKa-Reporter Checker Tobi warnt die Bundes-Drogenbeauftragte Daniela Ludwig vor Risiken und Nebenwirkungen digitaler Medien.

Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 ist die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zwangsläufig sprunghaft angestiegen – YouTube, Tablets, Streaming-Dienste und Spielkonsolen sind seitdem mehr denn je fester Bestandteil der Freizeit. Der Anteil der Jugendlichen mit „problematischer Internetnutzung“ lag laut einer BzgA-Studie zuletzt bei 30 Prozent – bei weiteren knapp 8 Prozent sehen Experten gar eine „Computerspiel- und internetbezogene Störung“.

Die Bundes-Drogenbeauftragte Daniela Ludwig sprach mit Blick auf Medien- und Internet-Abhängigkeit wörtlich von einer „Droge der Zukunft“. Deshalb legt die CSU-Politikerin im angelaufenen Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Themen Mediensucht und „gesunde Mediennutzung“.

Unterstützung kommt von Tobias Krell, besser bekannt als Checker Tobi im ARD-/ZDF-Kinderkanal KiKa. Der zwölfminütige YouTube-Beitrag „Tobi Krell erklärt Mediensucht“ richtet sich an Lehrer, Schüler und Eltern – zusammen mit einem digitalen Paket an Arbeitsmaterialien können alle Schulen diesen Film kostenlos einsetzen.

„Wir sehen an Umfragen und Studien, dass die Nutzungsdauer beim Surfen, Gamen und Chatten bei den Kindern und Jugendlichen extrem angestiegen ist“, so Ludwig. „Und damit ist nicht das digitale Lernen gemeint, sondern insbesondere das ‚Zocken‘ zum Zeitvertreib und aus Langeweile.“ Der Erklärfilm vermittle „mit Spaß und ohne erhobenen Zeigefinger“, wie ein gesunder Umgang mit Medien während Corona gelingen könne.

„Digitale Medien können viel, sie können aber auch viel anrichten“, ergänzt Tobias Krell. „Stichwort Medienkompetenz: Es kommt auf das Wissen um den richtigen Umgang mit digitalen Medien an. Der Film und die begleitenden Materialien sollen Kindern, Eltern und Lehrern gleichermaßen gute Tipps und Tricks vermitteln, wie digitale Medien gesund und sinnvoll genutzt werden können.“

Die Kultusministerkonferenz (KMK) zählt zu den Partnern der Aktion: „Die von den Ländern erarbeitete Strategie ́Bildung in der digitalen Welt‘ will erreichen, dass Kinder und Jugendliche einen reflektierten und selbstkritischen Umgang zu Medien entwickeln“, kündigt KMK-Präsidentin Britta Ernst an. „Das schließt die Nutzungsdauer von Computerspielen ebenso ein wie die Auswahl von Medien und ihre Einflussmöglichkeiten auf unsere Vorstellungswelt und unsere Entscheidungen.“