Start Marketing & PR Roblox: Spiele-Plattform auch in Deutsch verfügbar

Roblox: Spiele-Plattform auch in Deutsch verfügbar

Die Spiele-Plattform Roblox steuert auf 100 Millionen monatliche Nutzer zu - auch in Deutschland sollen die Zugriffe wachsen (Abbildung: Roblox Corp.)
Die Spiele-Plattform Roblox steuert auf 100 Millionen monatliche Nutzer zu - auch in Deutschland sollen die Zugriffe wachsen (Abbildung: Roblox Corp.)

Durch eine Kooperation mit der USK wirbt die Games-Plattform Roblox um Vertrauen bei Eltern. Das Milliarden-Startup hat ehrgeizige Pläne – auch für Deutschland.

Auf den ersten Blick erinnert Roblox an eine „Minecraft“-Karte, die von Lego-Figuren bevölkert wird. Dahinter verbirgt sich ein Mix aus Skript-Sprache und Baukasten, mit dem sich vergleichsweise einfach „richtige“ Spiele programmeiren und gestalten lassen – Action-, Aufbau- und Rollenspiele, aber auch Schräges wie Polizeihund-, Skilift- und Gewichtheben-Simulatoren. Auf die fertigen Spiele können dann andere Roblox-Nutzer zugreifen – via Konsole, PC oder Smartphone.

Im englischsprachigen Raum ist die Plattform bereits ein Hit bei Kindern und Jugendlichen – hierzulande ist das Produkt noch eher unbekannt. Doch dieser Zustand dürfte sich schnell ändern: Seit der Games Week Berlin 2019 ist Roblox auch in einer deutschsprachigen Version inklusive deutschsprachiger Community-Betreuung verfügbar.

Die Software ist grundsätzlich kostenlos nutzbar. Die Refinanzierung erfolgt über optionale, kostenpflichtige Power-Ups, „Spielpässe“ oder Deko-Elemente, die der jeweilige Spiele-Erfinder gegen Spielwährung verkauft – Roblox erhält in diesem Fall eine Provision. Analog zum Appstore spielen Chart-Platzierungen, Bewertungen und Thumbnails eine enorme Rolle. Roblox ist also nicht nur eine Spiele-Plattform, sondern inzwischen auch ein eigenes Ökosystem.

Im GamesWirtschaft-Gespräch erklären die Roblox-Manager Laura Higgins und Chris Misner, wie sie den deutschen Markt erobern wollen (Foto: GamesWirtschaft)
Im GamesWirtschaft-Gespräch erklären die Roblox-Manager Laura Higgins und Chris Misner, wie sie den deutschen Markt erobern wollen (Foto: GamesWirtschaft)

Das gilt auch für das Unternehmen selbst: Für Roblox arbeiten mittlerweile mehr als 400 Beschäftigte – im Rahmen einer Finanzierungsrunde wurde die kalifornische Firma im vergangenen Jahr mit deutlich über 2 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich: Das ist in etwa die Größenordnung, die Microsoft für „Minecraft“ auf den Tisch gelegt hat. Die Roblox-Manager Laura Higgins (Director of Community Safety & Digital Civility) und Chris Misner (President Roblox International) nutzten die Games Week, um Gespräche mit weiteren potenziellen Partnern zu führen. In den kommenden Monaten will das Unternehmen außerdem weitere Niederlassungen eröffnen und kräftig expandieren.

Nach Unternehmensangaben wird Roblox bislang von 90 Millionen monatlich aktiven Spielern genutzt. Weil es sich hierbei vorwiegend um Minderjährige handelt, ist das Thema Jugendschutz, Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre von überragender Bedeutung. Für die Community gelten vergleichsweise strenge Verhaltensregeln – wer dennoch aus- und auffällig wird, kann gemeldet und blockiert werden. Filter und Passwörter sollen dafür sorgen, dass Eltern und Erziehungsberechtigte ruhig in den Schlaf finden. Rechtzeitig zur Games Week hat Roblox zudem Partnerschaften mit weiteren regionalen Verbänden abgeschlossen, um auf landesspezifische Besonderheiten eingehen zu können. Roblox ist daher nicht nur einfaches Mitglied der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle mit Sitz in Berlin: USK-Geschäftsführerin Elisabeth Secker bringt ihre Expertise in den „Roblox-Beratungsausschusses für Vertrauen und Sicherheit“ ein.

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