Start Marketing & PR Assassin’s Creed Origins: Die Zukunft des Serious Games?

Assassin’s Creed Origins: Die Zukunft des Serious Games?

Spielend lernen: Der Entdeckungsmodus von
Spielend lernen: Der Entdeckungsmodus von "Assassin's Creed Origins" erklärt unter anderem das Prinzip der Mumifizierung.

Das vermutlich schönste Serious Game kommt von unerwarteter Seite: Ubisoft baut einen Sightseeing-Modus in „Assassin’s Creed Origins“ ein.

Dass der Einsatz von „Minecraft“ im Schulunterricht bereits gang und gäbe ist, durfte auch Kanzlerin Merkel bei ihrem Gamescom-Rundgang feststellen. Doch das Potenzial von Computerspielen in Schulen ist natürlich deutlich größer – insbesondere Spiele mit historischen Kulissen bieten sich dazu an, Lehr-Inhalte spielerisch zu vermitteln und Kinder und Jugendliche für eine Epoche zu interessieren.

Das hat auch Ubisoft erkannt: Das Action-Abenteuer „Assassin’s Creed Origins“ wird um einen Spielmodus namens „Die Entdeckungstour von Assassin’s Creed: Das alte Ägypten“ erweitert. Das Konzept: Im Rahmen „geführter Touren“ darf der Spieler die extrem detaillierte 3D-Spielwelt mit ihren Pyramiden, Pharonen und Hygrophypen erkunden – also eine Art Sightseeing-Rundgang, allerdings ohne die typischen „Assassin’s Creed“-Kämpfe und natürlich ohne Zeitdruck. Auf dem Programm stehen unter anderem Alexandria, Memphis, das Nildelta, die Pyramiden von Gizeh und viele weitere berühmte Orte der Weltgeschichte samt Persönlichkeiten wie Kleopatra.

Die „Assassin’s Creed“-Serie spielt seit jeher an historischen Schauplätzen, von den Kreuzzügen über die Renaissance und die französische Revolution bis hin zum viktorianischen London.

Assassin’s Creed Origins: Entdeckungstour-Modus wird Anfang 2018 nachgereicht

Die Erweiterung steht nicht direkt zum Verkaufsstart am 27. Oktober zur Verfügung, sondern wird Anfang 2018 kostenlos via Update nachgereicht. Als Hürde für den offiziellen Einsatz an hiesigen Realschulen und Gymnasien dürfte sich die Altersfreigabe des Spiels auswirken: Alle „Assassin’s Creed“-Spiele wurden von der USK erst ab 16 Jahren freigegeben – nichts anderes ist für „Assassin’s Creed Origins“ zu erwarten. Das alte Ägypten steht üblicherweise auf den Lehrplänen der 5. und 6. Klassen, also bei 11- bis 12jährigen Schülern. Im Idealfall erscheint also zusätzlich eine vom Basis-Spiel losgelöste Fassung.

Klassische Serious Games werden explizit für den Einsatz in Aus- und Fortbildung oder auch zu Therapie-Zwecken entwickelt und eingesetzt. Ubisoft geht hier den umgekehrten Weg und baut ein kommerzielles Entertainment-Produkt zum Lernspiel um. Die Einbindung von Computerspielen an Schulen zur „Stärkung der digitalen Bildung“ gehört zu den zehn zentralen Forderungen des Branchenverbands BIU im Vorfeld der Bundestagswahl.

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