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Deutscher Computerspielpreis 2023: Die Reaktionen

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Deutscher Computerspielpreis 2023: Gleich zwei Trophäen nimmt das Berliner Studio Paintbucket Games mit nach Hause (Foto: GamesWirtschaft)
Deutscher Computerspielpreis 2023: Gleich zwei Trophäen nimmt das Berliner Studio Paintbucket Games mit nach Hause (Foto: GamesWirtschaft)

Mehr Indie wagen: So blicken Verbände, Unternehmen, Politik und Initiativen auf den Deutschen Computerspielpreis 2023.

Dieser Beitrag wird laufend erweitert und aktualisiert. Die Gewinner in allen 15 Kategorien und weitere Hintergrund-Informationen zur Preisverleihung finden Sie hier.


Film- und Medienstiftung NRW

Mit 80.000 € hat die Film- und Medienstiftung NRW einst das Projekt Chained Echoes von Solo-Entwickler Matthias Linda gefördert – eine Investition, die sich spätestens jetzt ausgezahlt hat. Denn das 2D-Rollenspiel im Vertrieb von Deck13 Spotlight ist nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern wurde beim DCP als ‚Bestes Deutsches Spiel‘ prämiert. Preisgeld: 100.000 €.

Chained Echoes ist eines von vier Projekten und Teams aus NRW, die den Abend mit DCP-Trophäen beendet haben. Weitere Preisträger: die Initiative FemDevs MeetUp (Sonderpreis), Pumpernickel Studio (Touch Type Tale / Bestes Expertenspiel) und Agon e. V. (Beethoven // Opus 360 / Beste Innovation und Technologie). Außerdem nominiert: Wegesrand (Abenteuer Hanse) und Egosoft (Bestes Studio).

Film- und Medienstiftung-Geschäftsführerin Petra Müller spricht von einem „tollen Abend für die Indie-Studios und Nachwuchstalente der Gamesbranche“ – gerade mit Blick auf Chained Echoes: „Glückwünsche auch an alle Gewinnerinnen und Gewinner des Abends, besonders an die NRW-Entwicklerstudios, die die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit der Gamesbranche in NRW unterstreichen. Nicht zuletzt freuen wir uns für das FemDevsMeetup-Team um Linda Rendel und Leonie Wolf, die seit Jahren wichtige Arbeit dafür leisten, dass Frauen in der Gamesbranche sichtbarer werden.“ 


Medienboard Berlin-Brandenburg

Einen „erfolgreichen Tag für die Games-Hauptstadt“ bilanziert das Medienboard Berlin-Brandenburg: Die Preise in vier Kategorien gehen an Studios und Projekte, die mit Mitteln der Länder Berlin und Brandenburg gefördert wurden. Meander Books gewinnt mit Die magische Bretterbudenburg die Disziplin Bestes Familienspiel, Randwerk Games siegt mit Abriss: Build to Destroy in der Kategorie Bestes Grafikdesign und Paintbucket Games räumt die Preise für ‚Bestes Studio‘ und ‚Bestes Serious Game‘ (Beholder 3) ab.

Wirtschafts-Staatssekretär Michael Biel (SPD): „Berlin-Brandenburg ist auf dem Weg zu Deutschlands Games-Standort Nr. 1! Dieses Ziel möchten wir gemeinsam mit dem Medienboard und der Branche mit Turbo-Antrieb erreichen. Das Potenzial ist riesig.“

Glückwünsche kommen auch von Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung beim Medienboard Berlin-Brandenburg: “Was für ein strahlender Tag für die Games Capital Region: Herzlichen Glückwunsch an die ansässigen Games-Entwickler und -entwicklerinnen zu ihren Erfolgen beim DCP!“


Sony Interactive Entertainment

In der undotierten Kategorie ‚Bestes deutsches Spiel‘ setzte sich der PlayStation-Blockbuster God of War Ragnarök gegen Metal: Hellsinger und Pentiment durch. Den Preis nahmen Vera Mann (Director Marketing), Kamann So (PR & Influencer Marketing Manager) und Jochen Färber (PR Manager) von Sony Interactive Entertainment Deutschland entgegen. Als Überraschungsgast enterte Cosplayer Maul Cosplay während der Preisübergabe in seiner Rolle als Halbgott Kratos die DCP-Bühne.

Das Action-Abenteuer von Santa Monica Studio hat sich seit November 2022 mehr als 11 Millionen Mal Mal verkauft. Die deutsche Sony-Interactive-Niederlassung verweist darauf, dass bereits der Ragnarök-Vorgänger God of War für PlayStation 4 den Deutschen Computerspielpreis gewonnen hat – und zwar 2019.

Deutscher Computerspielpreis 2023: Jochen Färber, Vera Mann und Kamann So von Sony Interactive Entertainment Deutschland nehmen den Preis für God of War Ragnarök entgegen (Foto: GamesWirtschaft)
Deutscher Computerspielpreis 2023: Jochen Färber, Vera Mann und Kamann So von Sony Interactive Entertainment Deutschland nehmen den Preis für God of War Ragnarök entgegen (Foto: GamesWirtschaft)

Branchenverband Game

Der Game als Co-Veranstalter des Deutschen Computerspielpreises verknüpft die Glückwünsche an die DCP-Gewinner mit einem Arbeitsauftrag an die Politik mit Blick auf den jüngsten Antrags-Stopp für die Förderung des Bundes.

Verbands-Geschäftsführer Felix Falk: „Endlich konnte der Deutsche Computerspielpreis wieder vor großem Publikum vergeben werden. Diese große Bühne haben sich die kreativen Köpfe hinter den Spielen gerade in diesem Jahr mehr als verdient, denn die nominierten Spiele entstanden alle unter den erschwerten Corona-Bedingungen. Dennoch sind hervorragende Games herausgekommen, die auch international viel Aufmerksamkeit bekommen.“


Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Michael Kellner (Bündnis 90 / Die Grünen) übergab den Preis in der Königsdisziplin ‚Bestes deutsches Spiel‘: Der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium wertet das starke Abschneiden der Nachwuchs-Teams als „Beleg für das große Potenzial der deutschen Games-Branche“ und betont: „Die Entwicklung innovativer Spiele für den nationalen und internationalen Markt ist ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, die Förderung weiterzuentwickeln, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten.“