Das Flipper- und Arcademuseum Seligenstadt benennt sich um: Auf der Gamescom 2026 wird die Umbenennung zum Deutschen Flipper- und Arcademuseum offiziell.
Retro Area, Halle 10.2 – so lautet die ‚Adresse‘ des Verein for Amusement Only e. V., der sich und ausgewählte Exponate auch in diesem Jahr auf der Gamescom 2026 (26. – 30. August) präsentiert. Der Verein ist Betreiber des Flipper- und Arcademuseums im hessischen Seligenstadt, das je zur Hälfte voll funktionstüchtige Flipper und Spielautomaten beherbergt. Mehr als 250 Modelle umfasst der Bestand.
Zur Gamescom erfolgt die Umbenennung der preisgekrönten Einrichtung (Deutscher Computerspielpreis 2025) in ‚Deutsches Flipper- und Arcademuseum‘. Auch das neue Logo soll in Köln präsentiert werden.
Aus Sicht von Vereins-Vorstand und -Sprecher Senad Palic „der nächste logische Schritt“, denn das Museum sei schon lange Geheimtipp mehr – zumal das Archiv auch noch jede Menge Platinen, Software und weitere Materialien umfasst.
Palic: „Natürlich wissen wir, dass es Vereine, Clubs oder Sammlungen gibt, die beispielsweise mehr Flipper oder mehr Arcade-Aautomaten besitzen. In der Kombination beider Bereiche und mit dieser Anzahl an spielbereiten Großgeräten an einem Ort haben wir aber eine Größe erreicht, die den neuen Namen aus unserer Sicht rechtfertigt.“
Deutsches Flipper- und Arcademuseum: Neuer Name für Seligenstädter Museum
Der neue Name soll die überregionale und internationale Wahrnehmung des Museums stärken und den europaweiten Austausch mit Sammlern, Museen, Entwicklern und Initiativen stärken.
Vereinspräsident Reiner Krapohl: „Unser Anspruch war nie, Geräte einfach nur irgendwo abzustellen. Wir möchten sie erhalten, reparieren, dokumentieren und vor allem spielbar halten. Ein Flipper oder Arcade-Automat erzählt seine Geschichte schließlich nicht nur über ein Schild an der Wand. Man muss ihn hören, sehen und spielen können. Genau dieses Verständnis von lebendiger Spielkultur wollen wir mit dem Deutschen Flipper- und Arcademuseum auch in Zukunft weitertragen.“
Die Archivierung des Kulturguts Videospiele hat in den vergangenen Monaten empfindliche Rückschlüsse erfahren: So steht die Internationale Computerspielesammlung (ICS) wegen ungeklärter Finanzierungsfragen vor dem Aus. Anders als geplant wird das Berliner Computerspielemuseum nicht in das House of Games umziehen.













