Start Wirtschaft Daedalic Entertainment Bavaria: München wird dritter Daedalic-Standort

Daedalic Entertainment Bavaria: München wird dritter Daedalic-Standort

Die Daedalic Entertainment Bavaria GmbH hat ihren Sitz in München.
Die Daedalic Entertainment Bavaria GmbH hat ihren Sitz in München.

Das neue Spiel von „Deponia“-Schöpfer Jan Müller-Michaelis alias Poki entsteht in München: Der Hamburger Publisher Daedalic gründet Daedalic Entertainment Bavaria und übernimmt die Mannschaft des Indie-Studios Klonk Games („Shift Happens“).

Von „Angry Birds Epic“ über „Oceanhorn“ bis „Travian“: Schon jetzt sind eine ganze Reihe erfolgreicher Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt zu Hause. Seit dem Valentinstag 2018 gibt es prominenten Zuwachs: Der Hamburger Games-Publisher Daedalic Entertainment eröffnet mit der Daedalic Entertainment Bavaria GmbH eine Filiale in München.

Das Unternehmen von Daedalic-Gründer Carsten Fichtelmann hat sich in den vergangenen zehn Jahren insbesondere mit preisgekrönten Adventures wie der „Deponia“-Serie, „Edna bricht aus“, „Silence“ und „Die Säulen der Erde“ einen Namen gemacht. Daneben fungiert Daedalic auch als Publisher und finanziert und vermarktet Titel anderer Studios, darunter „Shadow Tactics: Blades of the Shogun“ von Mimimi Productions.

Für die Tochter des Kölner Verlags-Imperiums Bastei Lübbe ist Daedalic Entertainment Bavaria der mittlerweile dritte Standort in Deutschland, nach Hamburg und Düsseldorf. In der nordrhein-westfälischen Filiale entstand zuletzt das ebenfalls hochdekorierte Weltraum-Strategiespiel „The Long Journey Home“. Deutschlandweit beschäftigt Daedalic derzeit rund 85 Mitarbeiter.

Daedalic-CEO Carsten Fichtelmann, Klonk-Gründer und Studioleiter Oliver Machek und Geschäftsführer Stephan Harms besiegeln beim Notar den Start von Daedalic Entertainment Bavaria.
Daedalic-CEO Carsten Fichtelmann, Klonk-Gründer und Studioleiter Oliver Machek und Geschäftsführer Stephan Harms besiegeln beim Notar den Start von Daedalic Entertainment Bavaria.

Daedalic Entertainment Bavaria: Stephan Harms wird Geschäftsführer – Oliver Machek übernimmt Studioleitung

In München wird Daedalic das nächste Spiel von Jan Müller-Michaelis entwickeln, besser bekannt als „Poki“: Der Musiker, Daedalic-Mitgründer und Erfinder der „Deponia“-Spiele gilt als einer der wenigen deutschen Spieledesigner, die einem größeren Publikum namentlich bekannt sind.

Die Geschäftsführung von Daedalic Entertainment Bavaria übernimmt Stephan Harms zusätzlich zu seinem Hauptjob als Chief Operating Officer von Daedalic. Ihm zur Seite steht Oliver Machek als Studioleiter und Creative Director.

Machek ist einer der Gründer der Klonk Games UG, die 2013 aus einem Studenten-Projekt heraus entstand. Bereits die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2016 in München entwickelte sich zum Heimspiel: Das vom Filmförderfonds Bayern mitfinanzierte Geschicklichkeitsspiel „Shift Happens“ holte sich den Doppelsieg in der Kategorie „Bestes Gamedesign“ und „Bestes Kinderspiel“ – zusätzlich war „Shift Happens“ in der Hauptdisziplin „Bestes deutsches Spiel“ nominiert.

Die Belegschaft von Klonk Games wechselt geschlossen zu Daedalic Entertainment Bavaria. Das Team teile Daedalics Idealismus, sagt Machek: Man werde Spiele mit Anspruch und Haltung entwickeln.

Schauspieler Antoine Monot Jr. überreicht den Computerspielpreis 2016 fürs beste Gamedesign an Klonk Games (Foto: DCP/Gisela Schober für Quinke Networks)
Schauspieler Antoine Monot Jr. überreicht den Computerspielpreis 2016 fürs beste Gamedesign an Klonk Games (Foto: DCP/Gisela Schober für Quinke Networks)

Wirtschafts-Ministerin Aigner: „Bayerische Games-Familie wird noch stärker.“

Bayerns Wirtschafts- und Medienministerin Ilse Aigner (CSU) begrüßt die Gründung von Daedalic Entertainment Bavaria und wertet die Ansiedlung als Signal, dass der Freistaat Bayern „ein ausgezeichneter Standort für digitale Spiele“ sei. „Die bayerische Games-Familie bekommt Zuwachs und wird damit noch stärker“, so Aigner. Das Ministerium wolle die Branche durch die Verbesserung der Rahmenbedingungen weiter unterstützen – als Beispiele nennt die CSU-Politikerin die Dachmarke Games Bavaria und die deutlich aufgestockte Games-Förderung durch den FFF Bayern.

Geschäftsführer Harms legt Wert auf die Feststellung, dass man die Förder-Instrumente in Bayern zwar kenne und nach Möglichkeit auch nutzen wolle – ausschlaggebend für die Standortwahl sei allerdings das Team von Klonk Games gewesen. Die neue Nord-Süd-Achse ist auch am Schriftzug von Daedalic Entertainment Bavaria abzulesen: Dort ist das bisherige Firmenlogo von Klonk Games integriert.

Weitere Informationen rund um Daedalic Entertainment Bavaria, die personelle Aufstellung des Studios und die Zukunft von Daedalic West in Düsseldorf lesen Sie im ausführlichen Exklusiv-Interview mit Geschäftsführer Stephan Harms.

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