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Aufsteiger VfB Stuttgart gründet eSport-Team

Erhan Kayman (
Erhan Kayman ("Dr. Erhano") und Marcel Lutz ("Marlut") treten für die eSports-Abteilung des VfB Stuttgart an.

„Furchtlos und treu“ – so lautet der Wahlspruch von Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart. Die Schwaben wollen mit einer neuen eSports-Abteilung in der Disziplin „FIFA“ angreifen.

Als dritter Erstligist nach dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg gründet Aufsteiger VfB Stuttgart ein eigenes FIFA-eSports-Team. Das Team wurde am Mittwochabend in der  Mercedes-Benz Area vorgestellt.

Der eSport wird allerdings nicht im eingetragen Verein verankert, wo neben Amateur-Fußball auch Tischtennis, Leichtathletik und Hockey gepflegt werden. Analog zum VfL Wolfsburg ist eSports ein neuer Bereich der ausgelagerten Fußballprofi-Lizenzspielerabteilung, also der VfB Stuttgart AG. Die Aktiengesellschaft, an der unter anderem der Autobauer Daimler beteiligt ist, wurde erst im Juni diesen Jahres beschlossen und umgesetzt.

Der VfB selbst spricht von einem „neuen Geschäftsfeld“ – die Lokalzeitungen titeln dementsprechend auch mit „Einstieg ins eSports-Business“.

VfB Stuttgart: Dritter Bundesligist mit eSports-Ambitionen

Erhan „Dr. Erhano“ Kayman (27) und Marcel „Marlut“ Lutz (20) treten ab dieser Saison bei „FIFA 18“-Turnieren und in der dazugehörigen „Virtuellen Bundesliga“ für die Schwaben an – der eine auf der PlayStation 4, der andere auf Xbox One. Die Spieler kommen aus dem Stall der Agentur Stark eSports mit Sitz im württembergischen Nagold, die bereits den VfL Wolfsburg beim Einstieg in das Segment beraten hat.

Wie es sich für Profisportler gehört, gibt es mit der Unternehmensgruppe Fischer (die mit den Dübeln), dem Sportartikelhersteller Puma, der Barmer Ersatzkasse und dem Maschinenbauer Schunk bereits vier Sponsoren, die dem VfB auch schon zuvor freundschaftlich und monetär verbunden waren.

VfB Stuttgart: eSports-Duo tritt bei FIFA-Turnieren an

Im Unterschied zum FC Schalke 04, der zunächst ein leidlich erfolgreiches „League of Legends“-Team aufgebaut hatte und das Team erst im Anschluss um „FIFA“ erweiterte, setzt der VfB Stuttgart von vornherein auf das Electronic-Arts-Fußballspiel. Das exklusive Lizenzpaket, das der Spielehersteller vor wenigen Tagen von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erworben hat, sieht auch umfangreiche Rechte im eSports-Segment vor. Unter anderem wird die „Virtuelle Bundesliga“ fortgesetzt.

Neben Wolfsburg und Schalke zeigten sich bei einer GamesWirtschaft-Umfrage im Sommer 2016 auch die Vereine aus Hoffenheim, Hamburg, Mönchengladbach, Köln und Ingolstadt interessiert an einen eSports-Einstieg. Gleichzeitig plagen insbesondere den HSV und Ingolstadt mit Blick auf die sportliche Situation derzeit mutmaßlich andere Sorgen als die Hinzunahme eines weiteren Geschäftsbereichs. Mehrere Vereine – etwa Borussia Dortmund – hatten ein entsprechendes Engagement kategorisch ausgeschlossen.

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