Start Wirtschaft Medienbericht: Warner Bros. Interactive steht zum Verkauf

Medienbericht: Warner Bros. Interactive steht zum Verkauf

Warner Bros. Interactive (
Warner Bros. Interactive ("WB Games") gehört zum Entertainment-Riesen Warner Bros. (Abbildung: Warner)

Electronic Arts, Activision Blizzard und Take-Two Interactive sind laut CNBC an einem Kauf von Warner Bros. Interactive („WB Games“) interessiert.

Vier Milliarden Dollar – für diesen Betrag hat George Lucas im Oktober 2012 sein „Star Wars“-Imperium an Disney verkauft. Just dieser Betrag (umgerechnet rund 3,6 Mrd. Euro) schwebt offenkundig dem US-Telekommunikations-Konzern AT&T vor, der laut CNBC an einem Verkauf der Games-Sparte von Warner Bros. arbeitet.

Bekannteste Marken von Warner Bros. Interactive Entertainment („WB Games“): „Batman: Arkham City“, „Mortal Kombat“, „Harry Potter“, „Injustice“, „Game of Thrones“, „Der Herr der Ringe“ und die „LEGO“-Spiele von TT Games.

Als mögliche Käufer nennt CNBC die marktführenden US-Publisher Electronic Arts, Activision Blizzard und Take-Two Interactive – allesamt börsennotierte Spielehersteller mit Milliarden-Umsätzen und Fokus auf Big-Budget-Produktionen. Eine Übernahme würde einen raschen Ausbau von Entwicklungskapazitäten und Spiele-Marken mit Blick auf die anstehende neue Konsolen-Generation (Xbox Series X, PlayStation 5) ermöglichen.

Zu Warner Bros. Interactive gehören Niederlassungen in den USA, Kanada und Großbritannien: WB Games unterhält Studios in Los Angeles, San Francisco, San Diego, Seattle (Monolith), Salt Lake City (Avalanche), Chigaco (Netherrealm Studios), Boston, Albany, Montreal, Manchester (TT Games, Playdemic) und London (Rocksteady).

In Deutschland ist die Warner Bros. Entertainment GmbH in Hamburg für Marketing und Vertrieb der Computer-, Video- und Smartphone-Spiele zuständig. Der Games-Bereich steuerte zuletzt 6 Prozent des deutschen Warner-Umsatzes von 300 Mio. Euro bei, der sich hauptsächlich aus Kino-Auswertungen, Film-DVD-/Blu-Ray-Verkäufen und TV-Produktionen („Der Bachelor“, „Bares für Rares“) speist.

Mit Ausnahme von Sony haben die meisten Medienkonzerne die Videospiele-Entwicklung aufgegeben und stattdessen das Lizenz-Geschäft ausgeweitet. So lässt Disney die „Star Wars“-Spiele von Electronic Arts produzieren. Eine ähnliche Konstellation ist laut CNBC auch im Falle von Warner Bros. vorstellbar: So könnte der Mutterkonzern weiterhin an Lizenz-Erlösen partizipieren.

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