Start Wirtschaft PlayStation 4 kaufen – geht das 2022 (noch)?

PlayStation 4 kaufen – geht das 2022 (noch)?

Wo und wie kann man eine PlayStation 4 kaufen? (Abbildung: Sony Interactive)
Wo und wie kann man eine PlayStation 4 kaufen? (Abbildung: Sony Interactive)

Wer die PS5-Jagd als anstrengend empfindet, hat noch nicht den nächsthöheren Schwierigkeitsgrad ausprobiert: den Kauf einer PlayStation 4.

Mehr als eineinhalb Millionen Konsolen hat Sony Interactive in der PlayStation 4-Hochphase im deutschsprachigen Raum verkauft – und zwar pro Jahr. Nach dem PlayStation 5-Launch im November 2020 ist die Nachfrage nach dem Auslaufmodell fast senkrecht weggebrochen: In den Monaten vor dem ersten PS5-Geburtstag – also zwischen April und Oktober 2021 – waren es gerade noch 85.000 Stück, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz über den Tresen gingen.

Der Generationswechsel ist demzufolge in vollem Gange: alte Konsole raus, neue Konsole rein.

Doch die PlayStation 4 zählt noch lange nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil: Die PS4 läuft weiterhin in Asien vom Band. Im Januar diesen Jahres will Bloomberg sogar erfahren haben, dass Sony Interactive die PlayStation 4 nicht nur länger am Markt lässt als geplant, sondern auch noch die Produktion um jährlich eine Million Stück erhöht. Grund: die fehlenden Hightech-Chips für die PlayStation 5, die zu einer „eingeschränkten Warenverfügbarkeit“ geführt hätten.

Was wiederum einer mittelschweren Untertreibung gleichkommt: Denn bis zum heutigen Tag ist die PS5 bestenfalls im Abstand mehrerer Wochen online bestellbar oder im stationären Handel reservierbar. Beispiel Amazon: Beim Marktführer war die Konsole im gesamten Jahr 2022 erst zwei Mal für gefühlte 15 Minuten im Sortiment – Mitte Januar und Ende März.

Im Ergebnis ist die Lage aber dennoch wie folgt: Die PlayStation 4 ist auf dem deutschen Markt so gut wie nicht zu bekommen – und zwar weder bei Amazon* noch bei MediaMarkt* noch bei GameStop noch beim Sony-Werksverkauf PlayStation Direct. Dort ist zwar eine PlayStation 4 mit 500 GB für 299,99 € gelistet – allerdings seit Monaten „nicht lieferbar“. Mehr noch: Wer zwingend eine originalverpackte PlayStation 4 haben will, zahlt bei Amazon oder Ebay so viel wie für eine PlayStation 5, die ja vorhandene PS4-Spiele problemlos verarbeiten kann.

Auch vom Hersteller – also von der Sony Interactive Entertainment Deutschland GmbH – sind auf Nachfrage keine verwertbaren Hinweise zu bekommen, wo und wie sich im Frühjahr 2022 eine PlayStation 4 zum Listenpreis organisieren ließe.

Dabei kann es viele Gründe geben, eine vermeintlich veraltete Konsole wie die PlayStation 4 zu kaufen – zum Beispiel:

  • Nicht jeder kann und will 500, 600, 700 € aufwärts investieren, um sich eine PS5 samt dazugehöriger Peripherie (Zusatz-Controller, Kamera, Ladestation etc.) und Software zu gönnen.
  • Als Zweit- oder Jugendzimmer-Konsole leistet eine PS4 weiterhin gute Dienste.
  • Und solange die PS5 nicht an einem großformatigen 4K-Fernseher betrieben wird, sehen PS4-Spiele immer noch hervorragend aus, zumal selbst Neuheiten wie Elden Ring, Horizon: Forbidden West oder Gran Turismo 7 für PlayStation 4 verfügbar sind – ganz zu schweigen von Dauerbrennern wie Fortnite, Grand Theft Auto 5, The Last of Us Part 2, Spider-Man oder FIFA 22.

Anders als Mitbewerber Microsoft hat Sony Interactive darauf verzichtet, eine preiswerte Konsole in der Unter-300-€-Liga zu positionieren – also in einem Segment, das von der Nintendo Switch und der Xbox Series S bedient wird. Der günstigste Einstieg ins PlayStation-Ökosystem ist derzeit eine PS5 Digital Edition für 399 €, die aber spätestens seit Jahresanfang noch schlechter zu bekommen ist als das 499-€-BluRay-Modell.

Bleibt also der PS4-Gebrauchtmarkt – und hier ist die Auswahl wegen des erwähnten Generationswechsels zwangsläufig gigantisch groß: Allein auf Plattformen wie Ebay* oder Rebuy* gibt es Hunderte von Auktionen und Sofortkauf-Angeboten zu günstigen Konditionen.

Sony selbst hat die kolportierte PS4-Einstellung im Übrigen dementiert, wenn auch mit angezogener Handbremse: Es habe nie Pläne gegeben, die Konsole vorzeitig in Rente zu schicken. Gleichwohl ist von der vermeintlichen Kapazitätserhöhung zumindest bislang nichts im Markt angekommen. Neue Indizien könnte es Mitte Mai geben – bei der Vorstellung der Geschäftszahlen der Sony-Gruppe.

1 Kommentar

  1. Bei Medion gabs neulich PS4 Konsolen, waren aber auch recht schnell weg. Gebraucht find ich die Preise teilweise auch noch recht hoch wenn man bedenkt das die PS4 schon vor einigen Jahren für 200 Euro gab, das zahlt man teilweise jetzt auch noch bei Kleinanzeigen. Und die Preise bei rebuy finde ich alles andere als günstig, 270 Euro für ne 500GB Slim und 350 Euro für eine PSpro sind deutlich mehr als man vor einigen Jahren Neu im Angebot für die Konsole bezahlt hätte.

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