Start Wirtschaft MediaMarkt und Saturn vor Stellenabbau und Filial-Schließungen

MediaMarkt und Saturn vor Stellenabbau und Filial-Schließungen

MediaMarkt und Saturn sind Teil der börsennotierten Ceconomy AG (Foto: MediaMarktSaturn Holding)
MediaMarkt und Saturn sind Teil der börsennotierten Ceconomy AG (Foto: MediaMarktSaturn Holding)

Kleinere Flächen, weniger Filialen und weniger Personal: Laut Medienberichten bauen MediaMarkt und Saturn bis zu 1.000 Jobs ab.

Die Freude bei Mitarbeitern und Kunden währte nur kurz: Steigende Fallzahlen führten ab Mitte März dazu, dass der Einzelhandel schon nach wenigen Tagen wieder vielerorts zum Click & Collect-Verfahren zurückkehren musste. Auch Hunderte Filialen von MediaMarkt und Saturn waren und sind betroffen. Gleichzeitig bommt das Online-Geschäft: Jeder fünfte Euro wurde zuletzt im Netz verdient, also über mediamarkt.de und saturn.de.

Die Konzernmutter Ceconomy reagiert nun mit einem strammen Sparkurs: Das Unternehmen hat die Belegschaft via E-Mail darauf eingestellt, dass bis Herbst kommenden Jahres weitere 13 der derzeit 419 Standorte in Deutschland geschlossen werden – auch, um mittelfristig eine signifikante Senkung der Mietkosten zu erreichen. Zuerst hatte die Lebensmittelzeitung darüber berichtet.

Damit einher geht der Verlust von 1.000 Arbeitsplätzen, der – so wörtlich – „unvermeidlich“ sei. Bereits im Sommer 2020 hatte Ceconomy angekündigt, durch Zusammenlegung von Doppelstrukturen, Zuständigkeiten und Abteilungen europaweit bis zu 3.500 Stellen zu streichen.

Die Marke Saturn ist nur noch in Deutschland vertreten, zuzüglich zweier Niederlassungen in Luxemburg. In allen anderen europäischen Ländern inklusive Österreich und der Schweiz tritt das Unternehmen nur mit der Marke MediaMarkt auf.

Neben Amazon und Otto gehört die MediaMarktSaturn Retail Group zu den umsatzstärksten Anbietern von Spielkonsolen, Zubehör und Videospielen im deutschsprachigen Raum.

1 Kommentar

  1. Lustig, wie sich das bei Saturn und Co entwickelt: Erst schließen alle letzten Saturn-Märkte in Österreich und werden zu Mediamärkten, dann geht der Chef von MMS zum FC Barcelona, jetzt schließt man nochmal voraussichtlich 13 Märkte und entlässt 1000 Mitarbeiter, während im gleichen Atemzug Amazon 5000 neue sucht.
    Und dann will man das Geld in das Logistikwesen stecken (hätte man vielleicht den ganzen Managern nicht mal eben 125 Millionen Euro Abfindung zahlen sollen).
    Naja, ob das jetzt noch was bringen wird?

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