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HSV baut „FIFA 19“-eSport-Team auf

eSport im Zeichen der Raute: Der Zweitligist HSV tritt mit eigenem
eSport im Zeichen der Raute: Der Zweitligist HSV tritt mit eigenem "FIFA 19"-Profi-Team in der Virtual Bundesliga an.

Der Tabellenführer der 2. Bundesliga spekuliert nicht nur auf den raschen Wieder-Aufstieg: Beim HSV entsteht ein „FIFA 19“-eSport-Team.

Neben Fußball betreibt der gemeinnützige Hamburger Sportverein e. V. unter anderem Bowling, Cricket, Skat und Rugby – und seit Anfang Oktober auch eSport in Form von „FIFA 19“.

Jetzt dockt der Verein ein Profi-Team an, das bei der ausgelagerten Lizenzspielerabteilung angedockt ist. Die HSV Fußball AG will ein „sportlich konkurrenzfähiges FIFA-Team im Zeichen der Raute“ aufbauen, das zunächst in der Virtual Bundesliga 2018/19 antritt. Diese offizielle „FIFA“-Meisterschaft wird von der Deutschen Fußball-Liga und Electronic Arts ausgerichtet. Das neue Konzept sieht vor, dass Bundesliga-Klubs ab Januar 2019 mit eigenen Kadern in einem geschlossenen Ligasystem („VBL Club Championship“) antreten dürfen. Den Siegern winkt die direkte Qualifikation für die Play-Offs.

Erste eSport-Schritte hatte der HSV im März 2018 unternommen, als der Klub via Wildcard mit je einem PlayStation- und einem Xbox-Spieler bei der Virtuellen Bundesliga 2017/18 antrat. Unterstützt wurde dieses Experiment von „drei authentischen Marken“, darunter die Kellog’s-Marke „Pringles“. Damals legte der Klub noch Wert auf die Feststellung, dass ein offizieller Einstieg in den eSport vorerst nicht geplant sei.

FIFA 19 beim HSV: Zweitligist will mit eSport „Interaktion mit jungen Fans optimieren“

Das noch zu formende „FIFA“-Profi-Team wird von der Marketing-Abteilung gesteuert und betreut. In Kürze will der HSV ein Online-Turnier veranstalten, das auch als Scouting-Gelegenheit für Nachwuchs-Talente genutzt werden soll.

„Den virtuellen Fußball sehen wir als unabdingbare Erweiterung zu unserem Kernprodukt Fußball“, sagt HSV-Marketing-Direktor Florian Riepe. „Wir müssen die Interaktion mit unseren jungen Fans optimieren und exklusiv zugeschnittenen Content für diese Zielgruppe schaffen. Nach unserer erfolgreichen Testphase im letzten Jahr durch die VBL-Clubcards freuen wir uns nun auf den nächsten Schritt und die nachhaltige Zusammenarbeit von Breiten- und Profisport.“

Weiterhin fachlich beraten wird der Hamburger Sportverein von der Agentur eSports Reputation und dem Vermarkter Lagardère Sports.

Vergleichbare Abteilungen gibt es inzwischen bei mehreren Fußballvereinen der ersten und zweiten Bundesliga, darunter der VfL Wolfsburg, RB Leipzig, der 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen. Mit Ausnahme von Schalke 04 konzentrieren sich alle Klubs auf Fußball-Simulationen wie „FIFA“ (Electronic Arts) und „Pro Evolution Soccer“ (Konami).

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