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Schleswig-Holstein baut „Landeszentrum für eSport“

Kristina Herbst (CDU) ist Staatssekretärin für Inneres im Kabinett von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (Foto: Staatskanzlei / Frank Peter)
Kristina Herbst (CDU) ist Staatssekretärin für Inneres im Kabinett von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (Foto: Staatskanzlei / Frank Peter)

Förderung an der Förde: In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt entsteht das erste „Landeszentrum für eSport und Digitalisierung“, unterstützt vom eSport-Bund Deutschland.

Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein hat sich vorgenommen, das Bundesland zum „Gamer-Land“ zu entwickeln – und hat das auch im Koalitionsvertrag festgehalten. 500.000 Euro stehen für das Jahr 2019 bereit: Mit dem Geld wird unter anderem die Ausbildung von Übungsleitern und die Gründung von eSport-Abteilungen in Sportvereinen finanziert. Die entsprechende Förderrichtlinie soll im April veröffentlicht werden.

Jetzt folgt ein weiteres, konkretes Projekt: In der Landeshauptstadt Kiel ist das „Landeszentrum für eSport und Digitale Kompetenz“ – kurz: LESZ – geplant. Die Stadt stellt 150.000 Euro für die ersten drei Jahre zur Verfügung, weitere 100.000 Euro kommen vom Land. Die Eröffnung ist für den September 2019 geplant, als Teil der Digitalen Woche in Kiel.

Damit entsteht ein zentraler Anlaufpunkt „für nachhaltiges eSport-Training“, so Innenstaatssekretärin Kristina Herbst (CDU). Die Trainings- und Wettbewerbsräume sollen außerdem für eSport-Events genutzt werden. Geschultes Personal will insbesondere minderjährigen Menschen Medienkompetenz und „einen gesunden Umgang mit Videospielen“ vermitteln. Ziel ist es, das LESZ zum „bundesweiten Vorbildprojekt für Digitalisierungskompetenz und eSport“ zu entwickeln.

Als Träger fungiert der eSport-Bund Deutschland (ESBD), der sowohl eigene Ressourcen einbringt als auch weitere Sponsoren und Fördermitglieder organisieren will. Laut ESBD-Pressemitteilung soll zunächst die Finanzierung auf eine sichere Basis gestellt werden – mittelfristig soll sich das Zentrum selbst tragen können.

„Wir wollen die eSport-Bewegung im Norden eng einbinden“, sagt ESBD-Präsident Hans Jagnow. „Gemeinsam können wir hier ein bundesweites Flaggschiff für nachhaltiges Training bis in den Spitzenbereich des eSports schaffen.“

2 Kommentare

  1. Kurzer Korrekturhinweis:

    Schleswig-Holstein hat eine Jamaika-Koalition und damit keine „schwarz-grüne Landesregierung“.
    Sehr grober Recherchefehler. Ansonsten super Artikel und super Sache, dass das Land SH so vorbildlich damit umgeht.

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