Start Politik Medienkonsum von Kindern: Kinderhilfswerk startet Kampagne

Medienkonsum von Kindern: Kinderhilfswerk startet Kampagne

Die Social-Media-Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks soll Eltern zur altersgerechten Auswahl von Computerspielen motivieren (Abbildung: DKHW / PeopleImages / Getty Images)
Die Social-Media-Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks soll Eltern zur altersgerechten Auswahl von Computerspielen motivieren (Abbildung: DKHW / PeopleImages / Getty Images)

„Wenn ich groß bin, will ich ein Maschinengewehr!“: Mit provokanten Slogans wie diesen warnt das Deutsche Kinderhilfswerk vor Auswirkungen des Medienkonsums.

Medien wirken – ein Leben lang: So lautet das Motto der aktuellen Facebook-Kampagne, mit der das Deutsche Kinderhilfswerk auf Risiken und Nebenwirkungen des übermäßigen Medienkonsums von Kindern aufmerksam macht. Zum Einsatz kommen fünf animierte Bildmotive zum Einsatz, die jeweils einen Teilbereich aufgreifen:

  • „Wenn ich groß bin, will ich dünn sein.“ (Schönheitsideale)
  • „Wenn ich groß bin, kann man mein ganzes Leben auf Youtube sehen.“ (Privatsphäre)
  • „Wenn ich groß bin, will ich ein Maschinengewehr.“ (Games)
  • „Wenn ich groß bin, muss ich stark sein – wie ein echter Mann.“ (Geschlechterrolle)
  • „Wenn ich groß bin, kauf ich mich glücklich.“ (Werbung)

Auf den verlinkten Landingpages verweist das Kinderhilfswerk wiederum auf Beratungsangebote und gibt Tipps zu Jugendschutzeinstellungen und Alterskennzeichen.

Finanziert wird die Kampagne unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vier der fünf Motive der aktuellen Facebook-Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks (Abbildungen: DKHW / Emely / Elisabethsalleebauer (2x) / Indeed / Getty Images)
Vier der fünf Motive der aktuellen Facebook-Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks (Abbildungen: DKHW / Emely / Elisabethsalleebauer (2x) / Indeed / Getty Images)

„Kinder müssen beim Medienkonsum begleitet werden, egal ob beim Fernsehen, Surfen im Internet oder Chatten in Sozialen Medien. Hier sind zuallererst die Eltern in der Pflicht, denn vor allem in der Kindheit ist die Mediennutzung stark durch die Familie geprägt“, erklärt Thomas Krüger, der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. Eltern hätten hier eine wichtige Orientierungsfunktion, um ihre Kinder auf dem Weg zu einer sicheren, kreativen und reflektierten Mediennutzung zu begleiten.

Das Kinderhilfswerk wiederholt die Forderung nach einer Reform des Jugendmedienschutzes, der die „überholte und veraltete Unterscheidung nach unterschiedlichen Medienarten“ beseitigt. Auch im schulischen Umfeld bräuchte es eine stärkere Förderung der Medienkompetenz – hier seien Bund und Länder gefordert, medienpädagogische Projekte finanziell zu unterstützen.

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