Start Marketing & PR INSTINCT3-Expansion: „Nicht jeder Werbekunde kann sich HandOfBlood leisten.“

INSTINCT3-Expansion: „Nicht jeder Werbekunde kann sich HandOfBlood leisten.“

Seit dieser Aufnahme vom Sommer 2019 ist das Instinct3-Team um eine weitere Mitarbeiterin angewachsen - vorne links: Co-Gründer HandOfBlood mit Bürohund Falco (Foto: Instinct3 GmbH)

Seit etwas mehr als einem Jahr ist INSTINCT3 am Markt: Nach erfolgreichem Start will die junge Agentur rund um YouTube-Star HandOfBlood kräftig expandieren.

Künstler-Management, Influencer-Kampagnen, Moderation und Video-Produktion: Auf diesen vier Säulen fußt die Spandauer Agentur INSTINCT3. Aus den anfänglich drei Gründern – Hendrik Ruhe, Henning Semrau und YouTube-Star Maximilian Knabe („HandOfBlood“) – hat sich binnen weniger Monate eine achtköpfige Belegschaft entwickelt.

Inklusive Bürohund Falco sind es sogar neun.

Das Gründer-Trio wollte es im ersten Jahr des Unternehmertums ruhig angehen lassen, um sich selbst Zeit und Raum für Fehler zu lassen. Dennoch hat INSTINCT3 in den ersten zwölf Monaten bereits lukrative Deals an Land gezogen, etwa mit dem Smartphone-Hersteller OnePlus oder eine langfristig angelegte Zusammenarbeit mit Publisher 2K rund um den Action-Blockbuster „Borderlands 3“.

Knabe ist außerdem für „Fortnite“-Hersteller Epic Games im Einsatz, etwa als Moderator des Gamescom-2018-Bühnenshow oder als deutscher Vertreter bei der „Fortnite“-WM in New York.

Influencer-Agentur INSTINCT3: „Lehnen mehr als die Hälfte der Anfragen ab“

Die Nachfrage hätte es hergegeben, noch deutlich mehr Projekte durchzujazzen: Doch INSTINCT3 hat nach eigenem Bekunden mehr als die Hälfte der Anfragen abgesagt – einerseits wegen ausgelasteter Ressourcen, andererseits wegen des „sehr hohen Qualitätsanspruchs“, wie Geschäftsführer Ruhe sagt. Etwa dann, wenn sich das Gefühl einstellt, dass der Influencer lediglich als – O-Ton – „charakterlose Litfaßsäule“ angesehen wird. Oder wenn ein Produkt beworben soll, das aus den Augen der INSTINCT3-Verantwortlichen moralisch nicht vertretbar ist und gegen selbstauferlegte Prinzipien verstößt.

Beim Start geholfen hat natürlich, dass mit Letsplayer, Entertainer und Moderator „HandOfBlood“ eines der prominentesten Gaming-Aushängeschilder serienmäßig zum Gründer-Team gehört. Daneben besteht das INSTINCT3-Ensemble aus drei weiteren bekannten „Artists“: den beiden „FIFA“-YouTubern GamerBrother und DerKeller sowie Tech-YouTuber Alex Böhm („AlexiBexi“), der spätestens durch sein Kanzlerin-Interview vor zwei Jahren einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde.


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Werbekunden sind dafür berüchtigt, dass sie am liebsten mit solchen Stars zusammenarbeiten – allein Knabe bringt es bei YouTube auf 1,7 Millionen Abonnenten. Jedes einzelne Video erzielt hohe sechs-, oft aber eben auch siebenstellige Abrufzahlen. „Max ist inzwischen ein reichweitenstarkes, aber auch inhaltliches Premiumprodukt“, sagt Ruhe. „Nicht jeder Kunde kann sich ihn leisten oder ist in der Lage, auf Max‘ klare Vorstellungen einer Zusammenarbeit einzugehen.“ Außerdem sei man bei Kooperationen rund um Max zeitlich nicht mehr so flexibel – schon jetzt gäbe es Anfragen für Januar 2020.

Das Gründerteam der Influencer-Agentur INSTINCT3: Henning Semrau, Hendrik Ruhe und Maximilian Knabe (HandOfBlood) - Foto: INSTINCT3 GmbH
Das Gründerteam der Influencer-Agentur INSTINCT3: Henning Semrau, Hendrik Ruhe und Maximilian Knabe (HandOfBlood) – Foto: INSTINCT3 GmbH

Junge Influencer zum Mitreisen gesucht

Um der Nachfrage gerecht zu werden und im kommenden Jahr eine noch wahrnehmbarere Rolle spielt, will INSTINCT3 nicht nur Marketing Manager, Produzenten und Video-Editoren einstellen und die Bürofläche verdoppeln, sondern auch gezielt nach Webvideo-Talenten fahnden. „Diese neuen Influencer werden bei uns keine Kopien von Max, sondern eigene Individuen, gebaut auf einem ähnlichen Fundament in Sachen Moral und Qualität“, verspricht Hendrik Ruhe.

Das Wichtigste sei, dass die ‚Neuen‘ die richtige Arbeitseinstellung und den richtigen Anspruch mitbringen. „Wir bieten ihnen das bestmögliche Umfeld, um eine Karriere als Influencer aufzubauen: ein enges Management, Studios, sehr gute Hardware sowie HandOfBlood als Mentor. Dafür erwarten wir sehr harte Arbeit, den unbedingten Willen, diese Chance zu nutzen – und nicht zuletzt auch die menschliche beziehungsweise moralische Grundlage, um sich mit uns als Unternehmen zu identifizieren.“

Wie die Firma ‚tickt‘, ließ sich zuletzt bei der „Fortnite“-Weltmeisterschaft in New York besichtigen: Das Preisgeld von 62.500 Dollar (knapp 57.400 Euro), das Knabe als deutscher Vertreter des „Creative World Cup“ erspielte, ging komplett als Spende an das Tierheim Berlin.

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