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Deutschlands Gamer werden immer älter

Drei Generationen im
Drei Generationen im "Just Dance"-Fieber: Staatssekretärin Dorothee Bär und Kölns OB Henriette Reker während der Gamescom 2016 (Foto: KoelnMesse / Uwe Weiser)

Auch mit 50 Plus ist mit Games noch lang nicht Schluss: Das Durchschnittsalter von Deutschlands Videospielern kennt weiter nur eine Richtung – nach oben.

Wer in den 80er und 90er Jahren mit C64, Amiga, PC, PlayStation und Gameboy sozialisiert wurde, geht mit großer Wahrscheinlichkeit stramm auf den 50. Geburtstag zu – oder hat diesen bereits hinter sich. Er ist damit in bester Gesellschaft, denn die Graumelierten dieser Altersklasse stellen inzwischen ein Viertel aller Videospieler in Deutschland – in Summe fast 9 Millionen Menschen.

Die Zahl derjenigen, die zumindest gelegentlich spielen, ist seit 2014 fast unverändert:  Die neue Spielkonsolengeneration ab Ende 2013 hat zu einem Sprung auf 34 Millionen „Gamer“ geführt, seitdem stagnieren diese Zahlen – größtenteils sind sie sogar rückläufig, und zwar quer durch alle Altersklassen. Einzige Ausnahme: die Generation 50+, die auf natürliche Weise zwangsläufig immer größer wird.

Durchschnittsalter der deutschen Games-Nutzer steigt auf 35,5 Jahre

Das geht zumindest aus den Daten des Branchenverbands BIU hervor, der sich auf Daten des Nürnberger Marktforschers GfK stützt. Gleichzeitig ist das Durchschnittsalter seit 2011 von 31 auf 35,5 Jahre gestiegen. Das liegt natürlich einerseits daran, dass die erwähnten „early adaptor“ des letzten Jahrtausends in die Jahre gekommen sind – zum anderen entdecken auch mehr Menschen fortgeschrittenen Alters das große Angebot an Zwischendurch-Games, gerade auf Smartphones und Tablets.

BIU-Geschäftsführer Felix Falk spricht davon, dass sich Games als „Alltagsmedium“ etabliert hätten. Der Anteil der männlichen und weiblichen Spieler ist beinahe ausgeglichen: Frauen stellen 47 Prozent der deutschen Games-Nutzer. Allerdings belegen jüngste Studien, dass es ganz erhebliche Unterschiede bei den bevorzugten Genres gibt: Shooter und Fußball-Spiele wie „FIFA 17“ sind naheliegenderweise weiterhin fest in männlichen Händen.