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Deutscher Computerspielpreis 2024: Die Nominierten

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Nominiert als 'Spiel des Jahres' beim Deutschen Computerspielpreis 2024: Atlas Fallen, Everspace 2 und Fall of Porcupine.
Nominiert als 'Spiel des Jahres' beim Deutschen Computerspielpreis 2024: Atlas Fallen, Everspace 2 und Fall of Porcupine.

Die Jury hat entschieden: Diese Spiele, Studios und Persönlichkeiten sind für den Deutschen Computerspielpreis 2024 nominiert.

Kein Enshrouded, kein Pioneers of Pagonia, kein Park Beyond, kein Shadow Gambit: The Cursed Crew: Dass ausgerechnet einige der erfolgreichsten und/oder größten Games-Projekte made in Germany von den Fach- und Haupt-Jurys erst gar nicht nominiert wurden, mag überraschen, hat beim Deutschen Computerspielpreis (DCP) aber eine gewisse Tradition. Denn dies kann im Einzelfall auch schlichtweg daran liegen, dass sich Studios aus strategischen Gründen gegen eine Einreichung entscheiden – zum Beispiel, um die Early-Access-Phase zu ‚überspringen‘. Jedes Spiel darf nur ein einziges Mal ins Rennen gehen.

An Qualität mangelt es aber auch in diesem Jahr nicht. Oder wie es die Jury-Vorsitzende Mareike Ottrand formuliert: „Wir durften einen bunten Blumenstrauß großartiger Games beurteilen und es war – wie immer – in keiner Kategorie leicht, eine Entscheidung zu treffen.“

Die statistisch größten Chancen auf Trophäen und Schecks haben diesmal das Hamburger Studio Rockfish Games mit dem Weltraum-Actionspiel Everspace 2 und das Kölner Team Critical Rabbit mit Fall of Porcupine mit jeweils vier Nominierungen. Beide Studios sind auch für die Königsdisziplin ‚Bestes Deutsches Spiel‘ nominiert, ebenso wie Atlas Fallen von Deck13 Interactive, das außerdem in der Kategorie ‚Bestes Grafikdesign‘ zu den Favoriten zählt. Auf drei Nominierungen kommt Ad Infinitum vom Berliner Startup Hekate.

Während die Preisträger in den handwerklichen Disziplinen bereits feststehen, wählt das Publikum bis 31. März den Gewinner oder die Gewinnerin in der Kategorie „Spieler / Spielerin des Jahres“. Nominiert sind die Influencer Sandra Friedrichs (Anormaldisaster), Fabian Siegismund, Rebecca Raschun (JustBecci) und Maurice Weber sowie E-Sport-Unternehmerin Franziska Bülow. Die Wahllokale sind ab sofort geöffnet.

Verliehen wird der Deutsche Computerspielpreis 2024 am 18. April in München – die Gala wird via Twitch und YouTube live übertragen. Die Moderation übernehmen wie schon 2023 die Entertainer Uke Bosse und Katrin Bauerfeind (Wer stiehlt mir die Show?).

Deutscher Computerspielpreis 2024: Die Nominierten

Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 800.000 € stammt vollumfänglich aus dem Etat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der ausgelobte Betrag in der jeweiligen Kategorie steht grundsätzlich dem Studio zu und ist zweckgebunden, nämlich für die Entwicklung eines neuen Spiels. Sofern ein Publisher eingebunden ist, stehen ihm 30 % des Preisgeldes zu.

jeweils in alphabetischer Reihenfolge

Bestes Deutsches Spiel (Platz 1: 100.000 € / Platz 2 + 3: jeweils 30.000 €)

  • Atlas Fallen (Deck13 Interactive / Focus Entertainment)
  • Everspace 2 (Rockfish Games)
  • Fall of Porcupine (Critical Rabbit / Assemble Entertainment)

Beste Story (40.000 €)

  • Ad Infinitum (Hekate / Nacon)
  • Fall of Porcupine (Critical Rabbit / Assemble Entertainment)
  • The Bear: A Story from the World of Gra (Mucks! Games)

Bestes Gamedesign (40.000 €)

  • Everspace 2 (Rockfish Games)
  • Lose Ctrl (Play From Your Heart)
  • Tiny Thor (Asylum Square / Gameforge)

Beste Innovation und Technologie (40.000 €)

  • Everspace 2 (Rockfish Games)
  • Marble Maze (Fox-Assembly)
  • Railway Empire 2 (Gaming Minds Studios / Kalypso Media)

Bestes Grafikdesign (40.000 €)

  • Atlas Fallen (Deck13 Interactive / Focus Entertainment)
  • Reveil (Pixelsplit / Daedalic Entertainment)
  • The Bear: A Story from the World of Gra (Mucks! Games)

Bestes Audiodesign (40.000 €)

  • Ad Infinitum (Hekate / Nacon)
  • Everspace 2 (Rockfish Games)
  • Fall of Porcupine (Critical Rabbit / Assemble Entertainment)

Bestes Familienspiel (40.000 €)

  • Cubequest: A QB Game (Stephan Göbel)
  • Scott Whiskers in: The Search Mr. Fumbleclaw (Fancy Factory)
  • Spells & Secrets (Alchemist Interactive / Rokaplay)

Bestes Serious Game (40.000 €)

  • Duru: Über Mulle und Depressionen (Twisted Ramble Games )
  • Friedrich Ebert: Der Weg zur Demokratie (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte / Playing History)
  • Natur? Politisch. (Europäische Akademie Berlin / Tiny Crocodile Studios)

Bestes Mobiles Spiel (40.000 €)

  • Cat Rescue Story (Tivola Games)
  • Götz (Sleepy Seed)
  • Royal Revolt: A Trader’s Tale (Upright Games)

Nachwuchspreis: Bestes Debüt (Platz 1: 60.000 € / Platz 2 + 3: je 25.000 €)

  • Ad Infinitum (Hekate / Nacon)
  • Fall of Porcupine (Critical Rabbit / Assemble Entertainment)
  • Lose Ctrl (Play From Your Heart)

Nachwuchspreis Bester Prototyp (Platz 1: 50.000 € / Platz 2 – 5: je 25.000 €)

  • Bloodletter (HTW Berlin / Katharina Müller, David Cafisso, Marvin Braun, Alica Schneider)
  • Ecognomix (Lars Hinnerk Grevsmühl, Lars Eble, Bahy Nguyen, Marcel Zurawka, Alec Shae)
  • Footgun: Underground (Eduard Dobermann, Theo Lohmüller, Georg Nimke, Robert Pistea, Lukas Salewsky)
  • Misgiven (Anca-Stefania Tutescu, Jan Barow, Julian Heinken)
  • Replicore (Sarah Inés Roeder, Rody Nawezi, Leonhard Gläser, Maximilian Götz)

Spieler / Spielerin des Jahres (undotiert)

  • Sandra Friedrichs / Anormaldisaster
  • Fabian Siegismund
  • Franziska Bülow
  • Rebecca Raschun / JustBecci
  • Maurice Weber

Studio des Jahres (50.000 €)


Bestes internationales Spiel (undotiert)

  • Alan Wake 2 (Remedy Entertainment / Epic Games)
  • Baldur’s Gate 3 (Larian Studios)
  • Super Mario Bros. Wonder (Nintendo)

Sonderpreis der Jury (dotiert mit 10.000 €)

  • Keine Nominierungen – Bekanntgabe am Abend der Preisverleihung

2 Kommentare

  1. Einen Computerspielpreis, dessen Ausrichter Lootboxen verharmlost und meint generative AI könnte in Zunkunft Menschen ersetzen, kann man nicht Ernst nehmen.

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