Knapp 30 € kostet die Eintrittskarte für das Massive-Multiplayer-Online-Spiel SEED, das bei Klang Games in Berlin-Kreuzberg entsteht.
Update vom 24. Juli 2026: Am Dienstag ist der ‚MMO-Life-Simulator‘ SEED offiziell gestartet. Derzeit kann man die Early-Access-Version für PC und Mac nur auf der offiziellen Klang-Website kaufen – eine Steam-Version soll im Herbst folgen. Von außen lässt sich daher nicht bewerten, wie der Launch verlaufen ist.
Ganz offiziell sind aber die Ticket-Preise für den Zugang zum Planeten Avesta: Das Starter-Pack für 29,99 € ist die günstigste Variante – das Pioneer Pack für 59,99 € enthält einen zusätzlichen ‚Platinum Slot‘, um zwei Bewohner (‚Seedlings‘) parallel zu nutzen. Außerdem ist ein Startguthaben der Spielwährung Pollen enthalten.
Zusätzlich verkauft Klang Games demnächst ein Monats-Abo für 14,99 €, das während der Laufzeit weitere Seedlings freischaltet – Grundvoraussetzung bleibt aber das Starter- oder Pioneer Pack. Optional lässt sich weitere Spielwährung erwerben, um Vorgänge zu beschleunigen: So sind 500 Pollen für 44,99 € zu haben.
Update vom 14. Juli 2026: Auf GamesWirtschaft-Anfrage beziffert Klang Games den aktuellen Personalstand auf 62 Mitarbeiter in Deutschland zuzüglich 14 Beschäftigte in Spanien. Vom jüngsten Stellenabbau waren in Summe 19 Jobs betroffen.
Meldung vom 10. Juli 2026: Ab dem 21. Juli gilt’s: Von einem „ultimativen Meilenstein“ spricht das Berliner Studio Klang Games mit Blick auf den Early-Access-Start von SEED. Seit dem 15. Juni verkauft das Unternehmen sogenannte Founders Packs zum Stückpreis von 29,99 €, begrenzt auf 10.000 Pakete. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Steam-Listung folgen, die derzeit noch nicht freigeschaltet ist.
Im Preis enthalten ist eine Spielfigur (‚Seedling‘), ein Klamotten-Paket, Zugang zum Discord-Kanal, ein Eintrag in den Credits und Spielwährung in Form von 25 Pollen.
SEED: Einmalkauf statt Free2Play
SEED ist ein Mix aus Aufbau- und Rollenspiel, dessen Online-Spielwelt (der Planet Avesta) samt Bevölkerung rund um die Uhr simuliert wird – auch dann, wenn der Spieler nicht gerade am Rechner sitzt. Um das Ökosystem am Laufen zu halten, sind daher zwangsläufig viele tausend Nutzer vonnöten, die ihre Sims-artigen Seedlings miteinander agieren lassen. Einen Einblick in Mechanik, Gameplay und Grafikstil vermittelt dieser Trailer.
Anders als etwa World of WarCraft monetarisiert SEED nicht über monatliche Abogebühren – und auch nicht über ein Free2Play-Modell wie im Falle von Albion Online. Stattdessen setzt das Studio auf einen Mix: Neben dem einmaligen Kaufpreis lassen sich In-Game-Items und zusätzliche Seedlings erwerben.
Kann Klang Games die Erwartungen der Investoren erfüllen?
SEED ist neben dem Online-Shooter Off the Grid von Gunzilla Games die derzeit größte Wette in der deutschen Computerspiele-Industrie: Eine lange Liste an Venture-Capital-Fonds (u. a. Animoca Brands, LEGO Ventures, Makers Fund, Bitkraft) sowie prominente Business Angels glauben an SEED und haben nach Unternehmensangaben in mehreren Runden fast 80 Mio. $ in das Projekt investiert.
Der Geschäftsbericht vom November 2025 beziffert die monatliche „Burn Rate“ auf 1,1 Mio. € pro Monat, wodurch der Cash-Bestand deutlich abgeschmolzen ist. Allein bis Ende 2024 hatte sich so ein Defizit von mehr als 50 Mio. € angesammelt. Erst ab der Early-Access-Phase aufwärts kann das Unternehmen Einnahmen in nennenswertem Umfang generieren – so zumindest die Erwartung von Management und Investoren.
Mit fast 100 Beschäftigten gehörte Klang 2025 zu den größten Games-Arbeitgebern der Hauptstadt-Branche. Dem Vernehmen nach hat in den vergangenen Monaten ein signifikanter Stellenabbau stattgefunden, um die enormen laufenden Kosten zu senken. GamesWirtschaft hat das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten (Update folgt).














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