Showdown bei Klang Games in Berlin-Kreuzberg: Knapp 30 € kostet das Founders Pack für das Massive-Multiplayer-Online-Spiel SEED.
Ab dem 21. Juli gilt’s: Von einem „ultimativen Meilenstein“ spricht das Berliner Studio Klang Games mit Blick auf den Early-Access-Start von SEED. Seit dem 15. Juni verkauft das Unternehmen sogenannte Founders Packs zum Stückpreis von 29,99 €, begrenzt auf 10.000 Pakete. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Steam-Listung folgen, die derzeit noch nicht freigeschaltet ist.
Im Preis enthalten ist eine Spielfigur (‚Seedling‘), ein Klamotten-Paket, Zugang zum Discord-Kanal, ein Eintrag in den Credits und Spielwährung in Form von 25 Pollen.
SEED: Einmalkauf statt Free2Play
SEED ist ein Mix aus Aufbau- und Rollenspiel, dessen Online-Spielwelt (der Planet Avesta) samt Bevölkerung rund um die Uhr simuliert wird – auch dann, wenn der Spieler nicht gerade am Rechner sitzt. Um das Ökosystem am Laufen zu halten, sind daher zwangsläufig viele tausend Nutzer vonnöten, die ihre Sims-artigen Seedlings miteinander agieren lassen. Einen Einblick in Mechanik, Gameplay und Grafikstil vermittelt dieser Trailer.
Anders als etwa World of WarCraft monetarisiert SEED nicht über monatliche Abogebühren – und auch nicht über ein Free2Play-Modell wie im Falle von Albion Online. Stattdessen setzt das Studio auf einen Mix: Neben dem einmaligen Kaufpreis lassen sich In-Game-Items und zusätzliche Seedlings erwerben.
Kann Klang Games die Erwartungen der Investoren erfüllen?
SEED ist neben dem Online-Shooter Off the Grid von Gunzilla Games die derzeit größte Wette in der deutschen Computerspiele-Industrie: Eine schier endlose Liste an Venture-Capital-Fonds (u. a. Animoca Brands, LEGO Ventures, Makers Fund, Bitkraft) sowie prominente Business Angels glauben an SEED und haben nach Unternehmensangaben in mehreren Runden fast 80 Mio. $ in das Projekt investiert.
Der jüngste Geschäftsbericht beziffert die monatliche „Burn Rate“ auf 1,1 Mio. € pro Monat, wodurch der Cash-Bestand deutlich abgeschmolzen ist. Allein bis Ende 2024 hatte sich ein Defizit von mehr als 50 Mio. € angesammelt. Erst ab der Early-Access-Phase aufwärts kann das Unternehmen Umsätze in nennenswertem Umfang generieren – so zumindest die Erwartung von Management und Investoren.
Mit fast 100 Beschäftigten gehörte Klang 2025 zu den größten Games-Arbeitgebern der Hauptstadt-Branche. Dem Vernehmen nach hat in den vergangenen Monaten ein signifikanter Stellenabbau stattgefunden, um die enormen laufenden Kosten zu senken. GamesWirtschaft hat das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten (Update folgt).













