
Ein Jahr nach der Bundestagswahl gibt es ein erstes Zwischenzeugnis für die Games-Politik: Verband und Branche verteilen gute Noten.
Das Comeback des Games-Referats, die kaum noch für möglich gehaltene Einführung der E-Sport-Gemeinnützigkeit, die Aufhebung des Förder-Antrags-Stopps und ein gut gefüllter Fördertopf von 125 Mio. € allein für 2026: In den ersten Monaten ihrer Amtszeit hat Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) nicht nur Entscheidungen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) korrigiert, sondern trotz angespannter Kassenlage zusätzlich die lückenlose Versorgung mit weiteren Subventionen sichergestellt.
Dieser Tatendrang wird auch vom deutschen Branchenverband Game und dessen Mitgliedern wahrgenommen und goutiert: Laut einer Verbands-Umfrage vom November 2025 wird die Games-Politik von der Hälfte der 200 Teilnehmer „als eher positiv“ beurteilt – jedes fünfte Unternehmen nimmt die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung sogar als „sehr positiv“ wahr. Jeder zehnte Betrieb bewertet die eingeleiteten Maßnahmen als eher negativ – 21 Prozent sind neutral eingestellt.
Mehr als zwei Drittel der befragten Studios, Publisher und Dienstleister geben zu Protokoll, dass ihr Vertrauen in die Games-Politik gewachsen ist. 62 Prozent sehen das Potenzial, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Games-Standorts gesteigert werden kann.
Game-Geschäftsführer Felix Falk: „Die aktuelle Bundesregierung hat in ihrem ersten Jahr bereits wichtige Weichen in der Games-Politik gestellt. Bei mehreren Themen, etwa der Games-Förderung und der E-Sport-Gemeinnützigkeit, wurden innerhalb der ersten Monate endlich entscheidende Schritte gegangen. Entsprechend positiv blicken viele Games-Unternehmen auf die derzeitige Bundesregierung. Mit der im Koalitionsvertrag angekündigten zusätzlichen steuerlichen Games-Förderung liegt das dickste Brett allerdings noch vor uns. Nun muss die Bundesregierung unterstützt durch die Bundesländer in diesem Tempo weitergehen, damit die Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode gelingt.“
Ministerium und Verband sind Gastgeber beim Deutschen Computerspielpreis 2026, der Ende April in München verliehen wird.












