Start Wirtschaft Ubisoft Mainz: Protest gegen Home-Office-Streichung

Ubisoft Mainz: Protest gegen Home-Office-Streichung

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Ubisoft-CEO Yves Guillemot bei der 30-Jahres-Feier von Ubisoft Mainz im Mai 2025 (Foto: GamesWirtschaft)
Ubisoft-CEO Yves Guillemot bei der 30-Jahres-Feier von Ubisoft Mainz im Mai 2025 (Foto: GamesWirtschaft)

Weil Ubisoft weltweit die Home-Office-Regelung kippt, regt sich Protest bei den Machern von Anno 117: Pax Romana in Mainz.

Mit mehr als 160 Beschäftigten gilt Ubisoft Mainz als einer der größten Games-Arbeitgeber des Landes. Seit Mai 2025 gibt es dort einen Betriebsrat – ebenso wie bei Ubisoft Berlin und Ubisoft Düsseldorf (Kolumne). Weit über die Hälfte der Belegschaft war an Inhalten für Anno 117: Pax Romana beteiligt; Mainz gehört außerdem zum internationalen Studio-Konsortium von Beyond Good & Evil 2 und Rainbow Six: Siege.

Mit Wirkung zum 1. Oktober hat Ubisoft Mainz nun die Home-Office-Regelungen abgeschafft, die insbesondere entlang der Covid-Phase ausgeweitet wurden. Bedeutet: Ab sofort gilt wieder Anwesenheitspflicht im Büro. Das Management folgt damit einer Entscheidung der Konzernzentrale, die Anfang des Jahres verkündet wurde und für alle Standorte rund um den Globus gelten soll.

Vor Ort stößt die Entscheidung auf erkennbaren Unmut: Mit freundlicher Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kam es am Firmensitz an der Römer-Passage im Herzen von Mainz zu Protesten. Aus der Verdi-Pressemitteilung geht nicht hervor, wie viele Personen sich daran beteiligt haben.

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Ubisoft Mainz: Protest gegen Home-Office-Streichung

Verdi-Gewerkschaftssekretär Holger Meuler hält die Präsenz-Pflicht für einen Rückschritt, der das Unternehmen für Arbeitnehmer unattraktiver mache. Schließlich hätten die vergangenen Jahre gezeigt, dass sich auch mit flexiblen Arbeitszeitmodellen erfolgreich Spiele entwickeln lassen.

Die Gewerkschaft warnt vor der Abwanderung von Fachkräften und drängt auf einen Tarifvertrag, der unter anderem die anfallenden Kosten für Hardware, Strom und Internet sowie Arbeitsschutz und Erreichbarkeit regelt.

Meuler: „Für die Beschäftigten bedeutet diese Entscheidung nicht nur längere Wege, sondern auch höhere Kosten und weniger Zeit für ihre Familien. Die Geschäftsführung muss erklären, welches konkrete Problem sie damit lösen will. Anwesenheit allein macht weder ein gutes Spiel noch gute Zusammenarbeit aus.“

Verdi wirbt zudem für eine gewerkschaftliche Organisation der mehr als 700 Ubisoft-Angestellten in Deutschland. Verdi hat zuvor eine ganze Kaskade an Betriebsrats-Wahlen bei Ubisoft und weiteren deutschen Studios fachlich begleitet.

GamesWirtschaft hat eine Stellungnahme bei Ubisoft angefragt (Update folgt).

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